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Der Best-practice-Zigeuner
Wie
ein Roma als Bürgermeister seinen Ort umkrempelt - eine Reportage
Dass die vielzitierte "Romastrategie" funktionieren kann, beweist Bürgermeister
László Bogdán im südungarischen Cserdi, weil er aus der "nationalen" eine "lokale" Strategie machte und weil er selbst Roma ist.
Selbermachen ist seine Devise und der Erfolg gibt ihm - bei allen Schwierigkeiten - recht. Viele haben nun erstmals überhaupt eine Perspektive. Dabei geht er mit den eigenen
Leuten mitunter sehr ruppig, ja schon autorassistisch um: mit religiösem Eifer erzieht er sie um, Horrortrip in den Knast inklusive.
ZUM BEITRAG
Einheizgewerkschaft
Regierung zerschlägt Lehrergewerkschaften und verstärkt Gesinnungskontrollen
Dem ungarischen Parlament liegt ein Gesetz vor, nach dem ab September alle Lehrer im
Pflichtschulwesen sowie sämtliche Pädagogen in Kindergärten Mitglied einer zentralen, staatlich geführten Berufsorganisation werden müssen, die dann als einziger Ansprechpartner
der Regierung für Tarifverhandlungen und andere arbeitsrechtliche Belange fungieren soll. Diese "Ungarische Lehrer Fakultät" soll die Funktion und Kompetenz der verschiedenen
heute existierenden Fachgewerkschaften übernehmen und diese obsolet machen.
ZUM BEITRAG
Verfassungsgerichte von Rumänien und Ungarn fordern mehr Action gegen Übermacht der
Regierungen >>>
Brücken, Straßen, Gasleitungen: gemeinsame
Regierungssitzung Slowakei - Ungarn im Juli >>>
Teure Präzedenz: Europäischer Gerichtshof kippt
98%ige Sondersteuer auf Abfindungen >>>
Ungarn will sich für Fußball-EM 2020 bewerben,
300 Mio. für neues Puskás-Stadion >>>
Tonbandmitschnitt belegt korruptes Handling der
Tabakhandelslizenzen, Bayer findet das “zu sozialistisch” >>>
Vertrauensverlust: Präsident der Jüdischen Gemeinden
per Kampfabstimmung abgesetzt >>>
Richtung: Aritkel 7
EU-Parlament legte Bericht über Lage der Grundrechte in Ungarn vor
Am Dienstag legte der Innenausschuss des Europäischen Parlamentes einen Berichtsentwurf über die Lage der
Grundrechte in Ungarn vor. Der Berichterstatter Rui Tavares (Grüne) aus Portugal und sein Team listen auf 31 Seiten akribisch Beanstandungen zum Rechtsstaats-
und Demokratieabbau auf und stellen sie mit den Bekenntnissen der EU zu Grundwerten gegenüber. Die Regierung legt gekaufte Gutachten dagegen und diffamiert die Prüfer.
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Verlangsamter Áderlass
Präsident bremst Fidesz-Partei bei ihrem Beutezug ein - MIT KOMMENTAR
Die ungarische Sektion von Transparency International hat den ungarischen
Staatspräsidenten, János Áder, ausdrücklich dafür gelobt, dass er das Gesetz über die Einschränkung der Informationspflicht für Behörden ans Parlament zurücksandte. Er
folgte damit einer Forderung von TI sowie den NGO´s K-Monitor und TASZ, auch wenn er betonte, die Entscheidung allein und unabhängig getroffen zu haben. Wie ist das
vorläufige Veto des Präsidenten einzuschätzen?
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Mit gesenktem Haupt und gespaltener Zunge
Rede vor WJC: Orbán schiebt Schuld am Antisemitismus in Ungarn auf Europa ab
Der Jüdische Weltkongress bedauert, dass Orbán sich dem Antisemitismus-Problem in
Ungarn nicht wirklich stellte und eine eindeutige Abgrenzung zur extremten Rechten vermied. Tatsächlich hat Orbán in seiner Rede zwar ein vollmundiges Bekenntnis gegen
Antisemitismus abgelegt, es aber mit Relativierungen und Auslassungen gleichzeitig so abgeschwächt, dass sich seine Anhängerschaft weiter nicht angesprochen
fühlen muss. Orbáns Rede muss als gescheitert betrachten werden.
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Schaukelpolitik 2.0
Jüdischer Weltkongress in Budapest: Wie antisemitisch ist Ungarn?
Der von Sonntag bis Dienstag in Budapest tagende Jüdische Weltgongress wurde am
Samstag mit einem "Gedenken für die Opfer von Bolschewismus und Zionismus - Gerechtigkeit für Ungarn!", von der neonazistischen Partei Jobbik "begrüßt", die
Premier Orbán damit ordentlich blamierten. Am Sonntag wird die Grußadresse Orbáns auf der Generalversammlung der Juden in der Diaspora erwartet, eine Rede, die einem
Spagat gleichkommt: Political Correctness stößt auf machtpolitisches Kalkül. Während erstere jedoch nur für drei Tage halten muss, soll letztere die Wahlen gewinnen...
ZUM BEITRAG
Langer Marsch ins Nichts...?
Allianz der Opposition beginnt mit fatalem Zeichen - Eine kritische Analyse
Die Erstellung gemeinsamer Kandidatenlisten der demokratischen Oppositionsparteien, eine
der wichtigsten Voraussetzungen, um 2014 überhaupt eine Chance gegen die Orbán-Parteien zu haben, rückt näher. Doch schon bei der Abstimmung einer glaubwürdigen Programmatik und der
Sammlung der zersplitterten Kleinstparteien bleibt noch immens viel Arbeit. Die könnte jedoch völlig nutzlos werden, wenn man tatsächlich Ex-Premier Gyurcsány ins Boot
holen will. Und dann wäre da noch der politische Gegner...
ZUM BEITRAG
Kampf der Gewalten
Wie die Politik gegen die Unabhängigkeit der Justiz vorgeht - 7 aktuelle Fälle.
Was in normalen Demokratien eine konstruktive Reibung und Kommunikation
zwischen Politik und Justiz darstellt, wächst sich in Ungarn gerade zu einer regelrechten Schlacht aus. Immer öfter pfuscht die Politik den Gerichten auch ins Alltagsgeschäft.
Während sich einige Gerichte wehren und den Rest von Unabhängigkeit, der ihnen im Rahmen des heutigen Einparteinstaates noch geblieben ist, zu verteidigen, folgen andere
schon willfährig der Macht.
ZUM BEITRAG
Ein bisschen Freiheit?
Wie steht es um die Pressefreiheit in Ungarn - eine Zwischenbilanz
Das aktuelle Ranking der NGO Freedom House zum Tag der Pressefreiheit (3. Mai) ergab für
Ungarn keine signifkante Veränderung. Das Land rangiert auf Platz 74 einer Liste von 179 Staaten und die Medien werden als "teilweise frei" eingeordnet, auf einer Wellenlänge mit
Serbien und Montenegro. Was heißt das in der Praxis, wie ist der Stand der Dinge nach 3 Jahren Mediengesetz und wie kann sich die EU hier nützlich machen?
ZUM BEITRAG
Eingelullt: sprunghafter Anstieg beim TV-Konsum >>>
Index.hu-Gründer startet mit 444.hu linksliberales, satirisches Magazin >>>
Geräumter Alternativ-Klub "Sirály" in neues Quartier gezogen >>>
Parteibonus: Zigarettenhändler bekommen gesetzliche Gewinngarantie von 10% >>>
Viele Demos am Wochenende: Marsch der
Lebenden, Nazi-Biker, Hitler-Feiern und Critical Mass-Radler, Banken"opfer" mit Nazisymbolen >>>
Regierungsparteien und "Unabhängige" gewinnen
Zwischenwahlen in Dörfern >>>
Angst vor Wahlbetrug und -behinderung:
Opposition setzt 2014 eigene Wahlkommission ein >>>
Regierung weist US-Kritik an Romapolitik zurück -
Gemeinsame Programme mit Deutschland >>>
MOL sponsorte Oppositions-Institut: Regierung sauer >>>
Flucht ins Ausland: Zahl der Hochschulstudenten sinkt auf 17-Jahres-Tief >>>
Regierung versucht durch vermeintliches
Entgegenkommen in Einzelfragen EU-Verfahren zu verhindern >>>
80.000 EUR für eine nichtssagende Studie: NGO
deckt Mittelvergeudung im Umfeld des FTC Ferencváros auf >>>
Polizeigewalt gegen Roma: Anwälte von NGO
erstreiten Ermittlungen gegen "herausgeprügelte" Geständnisse >>>
Viele Defizite: Ombudsmann für Grundrechte
kritisiert staatlichen Katastrophenschutz >>>
Präsidentin von Medienrat und NMHH mit nur 51 Jahren gestorben >>>
Reconquista orbána
Orbán feiert in Spanien die Wieder-Missionierung seines Volkes + Kommentar: Vorsehung & Irrweg
Voller Stolz berichtete der ungarische Regierungschef auf einer Tagung der
spanischen Jesuiten-Organisation "Vereinigung katholischer Propagandisten" in Bilbao, wie er - trickreich - den Ungarn eine christliche Verfassung verpasste und sie so auf den
rechten Weg zurückführte. Denn nur die Bibel, die "göttlichen Gesetze", hätten die Antworten auf die Krise, die jene "schreienden" EU-Bürokraten nicht haben.
ZUM BEITRAG
Größtmöglicher Zaunpfahl
Spannungen zwischen EU und Ungarn wachsen - Orbán ist das recht - UPDATE
EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso sandte am Freitag einen weiteren Brief an
Orbán. Darin wiederholte er die Warnung, dass sich die EU Abweichungen vom Gemeinschaftsrecht und den europäischen Grundwerten nicht gefallen lassen werden.
Doch den Repräsentanten dieser Grundwerte und ihren Institutionen schlägt in Budapest offene Verachtung entgegen. Selbst die Konservativen merken langsam, dass es für
Orbán keine rote Linie gibt, die ihn aufhält. Bericht & Analyse
ZUM BEITRAG
Die Systemfrage
Warum die Verfassungsänderungen in Ungarn ein echtes Problem darstellen - Eine Auffrischung
Die 4. Verfassungsänderung in Ungarn war am Montag Thema beim Komitee für Bürgerrechte und Justiz des
Europaparlamentes. Ungarn sieht allein die Fragestellung schon wieder als böse Kampagne, doch selbst EVP-Waffenbrüder widersprechen ihren Parteifreunden
mittlerweile deutlicher. Es ist nötig, der EU, aber auch Ungarn selbst die systemverändernden Auswirkungen der neuesten Verfassungsnovelle vor Augen zu
führen, die im kläglichen tagespolitischen Schlagabtausch einfach untergehen.
ZUM BEITRAG
Beschränkte Handlungsfähigkeit
Ungarn war wieder Thema im EU-Parlament
Orbán war zwar nicht da, aber sehr präsent: am Mittwoch war Ungarn einmal mehr Thema
auf einer Plenarsitzung des europäischen Parlamentes in Straßburg. Die Debatte ging wie immer aus wie das Hornberger Schießen. Nach einem allgemeinen Austausch von
Vorwürfen und Argumenten stellte die Runde der Parlamentarier - je nach Lager - betroffen oder erleichtert fest, dass sie eigentlich nichts tun kann und fordert
Kommission und Rat auf, etwas zu tun. Der "Fall Ungarn" wird daher auf Juni verschoben.
ZUM BEITRAG
Informelle Monarchie
Orbán bastelt weiter an seinem Präsidialsystem
Per Dekret wurde die Zuständigkeit über die
Außenhandelsbeziehungen und die Außwenwirtschaftsförderung jetzt auch offiziell vom Wirtschaftsministerium ins Amt des Ministerpräsidenten verlegt. Regierungschef Orbán baut damit sein
"Kanzleramt" immer weiter zu einer parallelen Zentralregierung, einer Art Präsidialsystem um. Den anderen Ministern bleibt nur der Verwaltungskram.
ZUM BEITRAG
Restauration des Unleistbaren
Oppositionelle "Sozialisten" stellen Sozial- und Gesundheitsprogramm vor
Am Samstag hat die größte ungarische Oppositionspartei, MSZP, Teile ihres Wahlprogramms vorgestellt, mit dem
Schwerpunkt bei der Gesundheits- und Sozialpolitik. Dabei legte Parteichef Mesterházy den Finger in viele schmerzende Wunden, die durch den Orbánschen
Ständestaat geschlagen oder vertieft worden sind. Die MSZP-Rezepte hatten aber schon damals, als die Partei noch an der Macht war nur zum Preis einer ausufernden
Staatsverschuldung "funktioniert".
ZUM BEITRAG
Zensurparagraph 13
Der Medienrat als Geschäftsstelle für Neonazis + News aus der Medienwelt
Ein Monitoring-Portal für Medien in Ungarn hat sich die Einsprüche des Medienrates
hinsichtlich unausgwogener Berichterstattung, verlangt für TV-Sender, vorgenommen und kommt zu dem Schluss, dass der Fidesz-besetzte Medienrat zu einer
Zensur-Geschäftstelle der neonazistischen Partei Jobbik mutiert ist. / Öffentliche Aufträge für Nazi-Tv-Firma / 80% Redezeit für Orbán im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
/ Ringier-Verkauf der Népszabadság gescheitert, Schweizer schießen Kapital nach
ZUM BEITRAG
Die dunkle Seite der Macht
Wiederholt sich Ungarn in Rumänien?
Er verbiegt das Verfassungsericht, unterbindet Korruptionsbekämpfung, versuchte den
Präsidenten zu beseitigen, besetzt wichtige Posten mit Parteikadern, holt einen Straftäter in die Politik zurück und für die Roma des Landes hat er nur Verachtung übrig. Der
"rote" Victor beweist in Rumänien, dass antidemokratisches Handeln nicht vom politischen Etikett abhängt und Ungarn kein Unicum ist. Dort ist das Kind schon in den
Brunnen gefallen, in Rumänien tollt es gefährlich nah am Rand...
ZUM BEITRAG
Europas Hammer
Warum Artikel 7 noch keine Option für den "Fall Ungarn" ist - eine Analyse
Mehrere Abgeordnete des EU-Parlamentes, Kommissarin Reding, EP-Präsident Schulz,
indirekt auch Kommissionspräsident Barroso haben eine deutlich härtere Gangart gegenüber Ungarn gefordert. Neben einer Prüfung der neuen Verfassungsnovelle auf
Verstöße gegen Einzelregularien der EU, wird auch die Prüfung der Anwendung von Artikel 7 der EU-Verträge in Betracht gezogen. Doch wo führt der hin?
ZUM BEITRAG
Die Ein-Mann-Demokratie
Wie erklärt man es dem Ausland? Sechs Fragen und Antworten zu Ungarn
Wie immer, wenn in Budapest der Bär steppt, erreichen uns in der Redaktion zahllose
Anfragen ausländischer Medien. Fragen, die oft erfrischend direkt sind und mit ihrer Forderung nach klarer Antwort das Dickicht der täglichen Detailflut lichten helfen. Ist
Ungarn noch eine Demokratie? Treten sie aus der EU aus? Was kann die EU nur tun? Was treibt Orbán an? Wo wird das enden? Anbei ein Querschnitt der häufigsten Fragen aus Belgien,
Dänemark, Frankreich, Deutschland, Österreich und Großbritannien und unsere Antworten darauf.
ZUM BEITRAG
Uneinnehmbare Festung
Umfragen sehen Regierung fest im Sattel
Die Märzumfrage des Nézöpont Institutes für Meinungsforschung (vom 4. bis 8. März) sieht
die Regierungsparteien Fidesz-KDNP wieder deutlich fester im Sattel, dagegen stürzt die linke Opposition immer weiter ab. Die Hälfte der Wähler verweigert sich frustriert. Das
spiegelt zwar die Stimmung im Land, Zweifel an den Zahlen sind dennoch angebracht.
ZUM BEITRAG
Mehrere Tausend auf Ersatz-Demo der Opposition
Am Sonntagnachmittag hielt die Bürgerbewegung Milla in Budapest eine Kundgebung ab, es war ein kurzfristiger
Ersatztermin für die abgesagte Großveranstaltung zum 15. März. Bei nasskaltem Wetter und Temperaturen um den Gefrierpunkt versammelten sich einige Tausend Menschen...
ZUM BEITRAG
Keine Geschmackssache: Präsident unterschreibt Verfassungsänderungen >>> Rassist erhält staatliche Auszeichnung als "Journalist des Jahres" >>> Nachspiel: Fidesz erstattet Anzeige gegen “gewalttätige” Demonstranten >>>
Chef der Kurie widerspricht Orbáns Gerichts-Bashing >>>
"Kampagne der Linken...": Schriftlicher Schlagabtausch im EU-Parlament >>>
Halber Zwang? Staatssekretär will Bleibezwang für Studenten "halbieren >>>
Wa(h)re Freundschaft
Bayern lädt Parlamentspräsidenten von Ungarn aus. Warum?
Die Präsidentin des bayerischen Landtages, Barbara Stamm (CSU), hat den für Donnerstag
zu einem offiziellen Besuch eingeladenen ungarischen Parlamentspräsidenten, László Kövér (Fidesz) wieder ausgeladen. Dieser Schritt der "bayerischen Freunde", die sonst
stets den "Demokraten und Europäer" Orbán verteidigten, überrascht nur auf den ersten Blick, dahinter steckt in gleichem Maße Wahlkalkül wie Charakterlosigkeit.
ZUM BEITRAG
Vormärz
Demonstrationen und Proteste gegen Verfassungsputsch in Ungarn, Regierung leugnet
Die Proteste gegen die geplanten Verfassungsänderungen , die einen weiteren, großen Schritt zur Aushebelung von
Demokratie und Rechtsstaat seitens der Orbán-Regierung darstellen, nehmen sowohl auf der Straße als auch auf diplomatischem Parkett zu, dürften aber -
wieder - wirkungslos bleiben. Die Regierung feuert mit der üblichen Leugnung jedweden Problems zurück. Am Montag werden die 15seitigen Verfassungsänderungen durchs Parlament gewunken.
ZUM BEITRAG
15-15-15
Projekt Machtwechsel: "Gemeinsam 2014" ist jetzt eine Partei
"Gemeinsam 2014", die Mitte-Links-Sammlungsbewegung um Ex-Premier Gordon Bajnai, ist seit heute als
Partei angemeldet und wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet. Bajnai selbst wollte nicht den unmittelbaren Parteivorsitz übernehmen, er wird sich ganz auf die Rolle
als Spitzenkandidat einer links-liberalen Oppositionsallianz für die Wahlen 2014 konzentrieren. Deren Erfolg hängt jedoch von sehr vielen, sehr komplizierten Faktoren ab.
Im Moment sieht es eher nach vier weiteren Jahren Opposition aus. / Erste Mobilisierung am 15. März.
ZUM BEITRAG
Urbi et Orbán
Regierung übernimmt Schulden von Budapest - und die Stadt gleich mit
Am Freitag unterzeichneten der ungarische Ministerpräsident, Viktor Orbán und der
Budapester Oberbürgermeister, István Tarlós, einen Vertrag, der unter anderem die Übernahme von 60% der Schulden der Hauptstadt durch den Staatshaushalt zum
Inhalt hat. Auch die Sanierung der öffentlichen Verkehrsbetriebe BKV sowie diverse Stadtentwicklungsprojekte werden in dem Plan "Budapest 21" festgehalten. Doch der hat
einen sehr hohen Preis.
ZUM BEITRAG
Argumentum ad ignorantiam
Ungarn, Merkel und die europäische Selbstenthauptung - Kommentar
Der Rachfeldzug der Orbán-Regierung gegen das noch immer widerspenstige
Verfassungsgericht und die dagegen geplanten schwerwiegenden Änderungen an der Verfassung, einschließlich der Beschränkung der Handlungs- und Funktionsweise des
Gerichtes, ziehen allmählich internationale Aufmerksamkeit auf sich. Nach der deutschen Bundesregierung meldete sich der Europarat zu Wort. Für Orbán bleibt das folgenlos, denn
die EU kann viel, aber die Demokratie schützen kann sie nicht.
ZUM BEITRAG
Nur die halbe Wahrheit
MSZP zeigt und blamiert sich mit Wahlkampffilm
Den "Sozialisten" von der MSZP, größte Oppositionspartei des Landes, beschränkt sich,
wie ihre Widersacher vom Fidesz auf Negativkampagnen als Mittel des Wahlkampfes. Der nun vorgestellte Film beschreibt - emotional zugespitzt - eine traurige Realität und eine desaströse
Fehlentwicklung - zeigt aber keinerlei Perspektive auf. Das passt genauso zur Rolle der Partei in der Opposition wie die unnötige Blamage um Urheber- und Persönlichkeitsrechte.
ZUM BEITRAG
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Der Master und sein Plan
Orbáns Rede zur Lage der Nation: Ungarn besser als Europa
Der ungarische Ministerpräsident, Viktor Orbán, hielt am Freitag seine traditionelle
"Rede zur Lage der Nation", die fünzehnte seit 1999. Im Budapester Millenáris Theater eröffnete der Premier dabei die Vision eines prosperierenden Landes, dem es unter seiner
Regierung besser gehe als zuvor. Orbán plant daher schon einmal für die nächsten 20 Jahre, wobei die Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen im Mittelpunkt steht und warnt
vehement vor der Rückkehr des finsterer Mächte.
ZUM BEITRAG
Soziales Pulverfass
Bis zu 170.000 Ungarn von Zwangsräumung bedroht: Demo in Budapest
Die nackte Existenzangst trieb am Sonntag rund eintausend Menschen in Ungarn auf die
Straße und vor das Parlament in Budapest. Der Grund: ab 1. März werden Zwangsräumungen von privatem Wohnraum aufgrund nicht geplatzter Kredite weitgehend wieder
freigegeben, wenn das letzte - zuvor schon abgeschwächte - Moratorium ausläuft. Die Angebote der Regierung erreichten bisher nicht ihr Ziel, die Demonstranten erinnerten
lautstark an die potentielle Sprengkraft des Problems.
ZUM BEITRAG
Splitter im eigenen Fleisch
Neue Liberale Partei in Ungarn fragmentiert Opposition weiter
Der schon als SZDSZ-Chef glücklose Gábor Fodor will auf die politische Bühne zurück und
gründete mit der MLP, Magyar Liberális Párt, eine weitere Splittergruppe im Mitte-Links-Spektrum. Er glaubt, dass es "Hundertausende Wahlberechtigte gibt, die
sich als liberal" empfinden, aber keine der existierenden Parteien als ihre Heimat erkennen können. Warum gerade er diese Heimat sein soll, bleibt unkenntlich.
ZUM BEITRAG
Zurück auf die Straße...
Einfach angelogen: Studenten in Ungarn kündigen Verhandlungen mit Regierung auf
Da sowohl die Studienverträge als auch das Kanzlersystem nun Teil des Kerntextes der
Verfassung werden sollen, hat es für die Studenten wenig Sinn, weiter mit der Regierung an runden Tischen zu plauschen. Die HÖOK kündigte, ziemlich angefressen, die
Verhandlungen mit Minister Balog auf, die aktivistischen Partner von der HaHa versuchen inzwischen die Proteste wieder in Gang zu setzen. Was viele befürchtet haben, ist
eingetreten: die Regierung hat die Studenten einfach betrogen. Nun geht es zurück auf die Straße...
ZUM BEITRAG
Selbstermächtigung
Regierung rächt sich am Verfassungsgericht
Auf 26 Seiten werden von den Fidesz-Abgeordneten tiefgreifende Anpassungen angeordnet, die nicht genehme
Urteile des Verfassungsgerichtes politisch korrigieren und Widerworte für die Zukunft unterbinden sollen. Sowohl Einzel- wie auch strukturelle Maßnahmen legen ein
Gesellschafts- und Demokratiebild offen, das die eigene Verfassung zu einem reinen Anlass- und Ermächtigungsgesetz der Machthaber verkommen lässt und immer weniger von dem
einenden und tragenden Charakter eines Grundgesetzes in sich trägt.
ZUM BEITRAG
Kulturstalinismus
"Kulturminister" wegen unbotmäßiger Kritik vor Ablösung
Der für die Kultur zuständige Staatssekretär im Ministerium für "Humanressourcen", László
L. Simon, der erst vor acht Monaten von seiner Partei Fidesz ins Amt gehoben wurde, um den gänzlich überforderten Géza Szöcs abzulösen, steht unmittelbar vor seiner
Entlassung, am Freitag soll er bereits seinen Schreibtisch räumen. Mit seiner Kritik an dem nationalistisch bis antisemitischen Akademie-Präsidenten Fekete beseitigte sich Simon selbst.
ZUM BEITRAG
Lobbyarbeit oder Wahlkampf?
Ex-Premier Bajnai setzt sich in Brüssel für Ungarn ein - die Regierung tobt
Eine Reise von Ex-Premier Gordon Bajnai, Kopf der oppositionellen Wahlallianz
"Gemeinsam 2014" nach Brüssel, hat für einen entsetzten Aufschrei der Regierungspartei gesorgt. Bajnai traf sich am Montag u.a. mit dem EU-Kommissar für die Regionalpolitik
(und damit auch für die bedeutenden Strukturfonds zuständig), dem Österreicher Johannes Hahn und weiteren EU-Offiziellen. Die Antwort der Regierung: alles nur eine Schmutzkampagne...
ZUM BEITRAG
Richter im luftleeren Raum
Finaler Angriff auf das Verfassungsgericht
Die ungarische Regierung plant weitere drastische Maßnahmen, die Funktion und
Wirkung des Verfassungsgerichtes schwer beschränken. Es ist ein weiterer Racheakt für unbotmäßige Urteile. Im Frühjahr soll ein neues Gesetz verabschiedet werden, das dem
Verfassungsgericht für seine Urteile die Hinzuziehung von Sprüchen seit der Wende weitgehend untersagt. Damit werden 22 Jahre Rechtspraxis ausgelöscht, das VfG zu einer
Stelle für konstitutionelle Orthograhpie degradiert.
ZUM BEITRAG
“Hat Ungarn sie alle vergessen?”
Manifest an die Regierung von Ungarn zum Kampf gegen die Armut
Dieser Tage verbreiteten Roma-Aktivisten und Bürgerrechtsbewegungen in Ungarn ein
dramatisches Manifest an die Regierung. Darin warnen sie vor einer "sich anbahnenden humanitären Katastrophe" und fragen, ob die Regierung wirklich 1/3 ihres Landes den
Rücken zugekehrt hat? Gefordert wird ein radikaler Politikwechsel bei der Armutsbekämpfung und eine Reihe von Sofort-Maßnahmen für hungernde Kinder und frierende Familien.
ZUM BEITRAG
Milliarden in Orbáns Vorzimmer
Zwischen Politik und Verteilungskampf: Ungarn und die EU-Gelder
Der Leiter des Amtes des Ministerpräsidenten, Staatssekretär János Lázár, hat am Dienstag
Vorabmeldungen bestätigt, wonach die Nationale Entwicklungsagentur NFÜ, die bisher zentral für die Vergabe und Überwachung von EU-finanzierten Projekten in Ungarn zuständig
war, aufgelöst und ihre Kompetenzen ab 2014 den einzelnen Ministerien übergeben werden, während die oberste Aufsicht bei ihm und damit unmittelbar beim Premier liegen wird.
ZUM BEITRAG
Pakt mit dem “Teufel”
Fremdgesteuert? "US-Berater" sollen Studentenproteste in Ungarn unterstützen
Die Studentenproteste in Ungarn waren von US-amerikanischen "Spezialisten" gesteuert,
meldet eine Regierungszeitung, die Studentenvereinigung HaHa gibt zu, sich beim zivilen Widerstand beraten lassen zu haben. "Fremdgesteuert und -finanziert" zu sein, ist
in Ungarn das politische Totschlagargument schlechthin und, so noch "Juden" im Spiel sind, sehr wirksam. Die MSZP macht es der Regierung dabei besonders leicht. Doch auch
die protestierenden Schüler und Studenten sahen sich regierungsseitiger Diffamierung und Manipulation ausgesetzt, wie dokumentiert ist.
ZUM BEITRAG
Einladung Putins: Orbán muss nach Russland, für einen Tag >>>
Anwalt bei Roma-Mordserie abberufen, 30 Verhandlungen werden wiederholt >>>
MIÉP vor Auferstehung? Taktische Überlegungen bei der ungarischen Rechten >>>
Regierung reserviert sich fast ganz Budapest für Feiertag am 15. März >>>
Fall Bayer: NGOs rufen namhafte Unternehmen zum Werbeboykott be "Magyar Hírlap" auf >>>
Széklerhymne wird offiziell in ungarischen Schulen verbreitet >>>
Potentielle Zensur
Medienkontrolle: Geht die EU den ungarischen Weg?
In einem Positionspapier für die EU-Kommisison wird empfohlen, EU-weit in
jedem Land Medienräte mit weitreichenden Kompetenzen einzuführen, - ganz wie in Ungarn, gegen das man auch deshalb laut, wenn auch sehr halbherzig vorging. Die EU
sollte von solchen antiliberalen Ideen schnell die Finger lassen, denn solche Räte sind nicht nur unnütz, sondern auch gefährlich und das Tor zur Zensur, auch ganz wie in Ungarn...
ZUM BEITRAG
"Aktion Klebelsberg" oder die Schule des Lebens
Staatskontrolle über Schulen in Ungarn: großes Chaos, kleiner Widerstand
Mit der kurzfristig erfolgten Verstaatlichung von zunächst 1.300 Schulen aus
Kommunalträgerschaft per 1. Januar fühlen sich Schüler, Lehrer, Eltern und Kommunen von der Regierung überrumpelt. Die ist mit ihrer selbst erweiterten Macht selbst
überfordert und richtet an den Schulen blankes Chaos an: hinsichtlich Weisungs- und Arbeitsrecht, Unterrichtsgestaltung und Zuständigkeiten. Dass so nebenbei die Zukunft
der jungen Leute gefährdet wird, macht den Betroffenen Angst und zaghaft wächst Widerstand...
ZUM BEITRAG
Hoffmanns Erzählungen
Politshow Bildungsmesse: Konfrontationen zwischen Politik und Studierenden
Am Montag unterschrieb die Studentenvertretung HÖOK eine Teilvereinbarung mit dem Minister für
“Humanressourcen”. Außerhalb des Verhandlungstisches wächst jedoch die Unruhe der Studenten, die Angst, dass alles nur ein Scheinfrieden und ein Bluff sein könnte, die
HÖOK sich womöglich einwickeln lässt. Bei der Bildungsmesse "EDUCATIO" stießen beide Seiten, ja Welten, aufeinander: hier die Arroganz der Macht, dort die nackte
Zukunftsangst. Wir waren mittendrin...
ZUM BEITRAG
Zwischen Notwehr und Putschversuch
Politisierte Aufarbeitung: Ungarn entschädigt Opfer von Polizeigewalt 2006
Eine sachgerechte Aufarbeitung der exzessiven Übergriffe von Polizisten auf friedliche
Demonstranten unter der Gyurcsány-Regierung 2006 bleibt durch die Verweigerung der einen wie durch die politische Instrumentalisierung der anderen Seite auf der Strecke. Einzelne
Polizisten wurden verurteilt, einhundert entlassen, doch die Prozesse gegen übergeordnete Befehlsgeber stehen noch aus und rücken verdächtig nahe an den nächsten
Wahltermin. - Eine aufrichtige Debatte über die latente Gefahr des Missbrauchs des staatlichen Gewaltmonpols bleibt eine Illusion.
ZUM BEITRAG
Minister Balog macht bei Studien-Streichliste
Zugeständnisse, doch "Konfliktpotenzial" bleibt  >>>
Parlamentspräsident Kövér berät sich mit internationalen jüdischen Organisationen zum Thema
"Hassrede" Â >>>
Gehaltserhöhung und Jobgarantien: linke Lehrergewerkschaft kündigt wieder Streik an >>>
Fußballverband will Verbalrandalierer für FIFA-Strafe haftbar machen >>>
Öffentlich-rechtliche Medien (MTVA) wollen Gewerkschaftsführer feuern >>>
MSZP-Sozialisten entschuldigen sich in Rumänien für "falsche Nationalpolitik" >>>
Gordon Quichote
Gordon Bajnai, Hoffnung der Opposition, kämpft gegen die Regierung und ringt mit den Verbündeten
Ex-Premier Gordon Bajnai, Kopf der neuen Mitte-Links-Wahlallianz "Gemeinsam 2014",
hat die stärkste Oppositionspartei, MSZP, vor Übermut und Rückfall in alte Politikmuster gewarnt und ihnen einige Hausaufgaben aufgegeben. So viele Menschen hätten 2010
nicht aus Jux und Dollerei einen Wechsel gewählt, daher müsse man mehr bieten als nur einen Regierungswechsel. Bajnai lobte Präsident Áder und stellte Orbán einmal mehr
ein vernichtendes Zeugnis aus.
ZUM BEITRAG
Attilas Traum
Wahlen 2014: "Sozialisten" in Ungarn wähnen sich schon auf der Siegerstraße
Folgt man den Aussagen des MSZP-Vorsitzenden Attila Mesterházy, ist der Machtwechsel 2014 bereits so gut wie in
trockenen Tüchern, der Weg dahin nur eine Formsache. Doch neben den noch wenig überzeugenden inhaltlichen Angeboten, gefährdet der vehement eingeforderte Führungsanspruch der 2010 so schwer
geschlagenen Partei das gemeinsame Projekt der immer noch mäandernden Opposition: die Ablösung Orbáns.
ZUM BEITRAG
Zwischenstopp
Verfassungsgericht in Ungarn stoppt Wählerregistrierung; Fidesz-Fraktionschef: keine Registrierungspflicht 2014
Das Parlament muss bei einem so tiefgreifenden Eingriff in die Grundrechte des
Souveräns, wie sie eine terminlich begrenzte Wählerregistrierung darstellt, die Notwendigkeit eines solchen Schrittes klar zu begründen habe. Es gibt aber keinen
ersichtlichen Grund dafür, Bürger, die sich nicht bis 15 Tage vor der Wahl dazu registriert haben, von ihrem Wahlrecht auszuschließen, so die Verfassungsrichter, ausgenommen, die
von Fidesz entsandten...
ZUM BEITRAG
Jahresrückblick - Ungarn 2012
Der Jahresrückblick der Leser: Die meistgelesenen und meistdiskutierten Artikel
zu Ungarn im Pester Lloyd 2012 - Stöbern Sie nochmal durch die heißesten Eisen des Jahres und sagen Sie uns Ihre Meinung...
ZUM BEITRAG
Zwischen Kampf und Flucht
Studenten in Ungarn ringen um ihre Zukunft - Analyse und Kommentar
Die Hochschulreform und der Umgang mit den von ihr Betroffenen, ist ein weiteres Kapitel
im immer dicker werdenden Buch "Der entmündigte Bürger" (ungarische Fassung): ein vorhandener Misstand wird nicht korrigiert, sondern der betroffene Sektor durch
Leistungsabbau "beseitigt" oder der ideologischen Zielstellung der Machthaber unterworfen. Die Betroffenen wollen das nicht kampflos hinnehmen, sie wollen über ihre
Zukunft mitentscheiden.
ZUM BEITRAG
Updates: Studentenproteste in Ungarn greifen auf Gymnasien über - Staatssekretärin redet in
Kecskemét - Orbán lächelt aus Brüssel - neue Proteste für Mi / Do angekündigt ZUM BEITRAG
Studentenproteste in Ungarn Ticker
ZUM BEITRAG
Das Volk als Waffe - der Bürger als Statist
Verabsolutierung der Macht im neuen Ungarn: das Beispiel Obdachlosigkleit + Prüfung des Wahlgesetzes durch das
Verfassungsgericht
Erst hat man sie pauschal kriminalisiert, nun werden Ungarns Obdachlose von ihrer
Regierung auch noch zu Statisten im "Nationale Konsultation" genannten Schmierentheater gemacht. Wieder einmal will die Regierung Orbán eine Entscheidung des
Verfassungsgerichtes durch die Verfassung selbst aushebeln. "Das Volk" wird dazu mit populistischen Fragestellungen als Legitimitation für den Rechtsstaatsabbau
vorgeschoben. Dadurch wird es nicht einen Obdachlosen weniger geben, aber es wird klargestellt, wer das Sagen hat.
ZUM BEITRAG
Allianz der Phantome
Wer unterstützt die Pro-Regierungsbewegung in Ungarn?
Das Transparenz-Portal atlatszo.hu hat einmal mehr diverse Merkwürdigkeiten und
Hintergründe aus den Graubereichen der ungarischen Wirtschaft und Politik beleuchtet und einige interessante Entdeckungen gemacht. So war zwar schon bekannt, dass
die Pro-Orbán "Friedensmärsche" längst nicht von der universellen Bürgerbewegung getragen werden, wie das behauptet wird. In weiten Teilen ist sie eine Wunsch- bzw.
Phantomallianz, was auch Fragen nach der Finanzierung aufwirft.
ZUM BEITRAG
"Ungarn unwürdig": Ministerpräsident nahm im
Parlament zu Antisemitismus Stellung >>>
Narrenfreiheit für Verbrecher?
"Judenlisten"-Sager in Ungarn: Proteste, aber keine Konsequenzen / Bericht +
Kommentar
Rassistische Ausfälle wie jener von Gyöngyösi sind von seiten der Jobbik-Abgeordneten an
der Tagesordnung und bleiben stets ohne wirkliche Konsequenzen. Jobbik erfüllt eine Funktion als Ventil und hat ein interessantes Wählerpotential, vor allem für die
Regierenden. Die gemeinsame Aktion der Demokraten fällt deshalb aus, die Gyöngyösis dürfen sich in Ungarn zu Hause fühlen...
ZUM BEITRAG
Das Präsidium schweigt...
Abgeordneter in Ungarn fordert "Judenzählung" im Parlament
- MIT VIDEO & UPDATE
Der Abgeordnete der neofaschistischen Partei Jobbik, Márton Gyöngyösi forderte
"festzustellen, wie viele Juden im ungarischen Parlament und der ungarischen Regierung sind", da sich daraus, anlässlich der Gaza-Krise
"ein Risiko für die nationale Sicherheit" ergäbe. Das Präsidium schwieg, die Regierung verurteilt mit Routinesätzen.
ZUM BEITRAG
Last-Minute-Lázár
Neue Wahlkampfregeln: Internet-Werbung bleibt doch erlaubt, im Privatfernsehen aber verboten
Es ist wieder einmal ein typischer Fidesz-Move, den Orbáns Kabinettschef Lázár
am Sonntag vollführte. In allerletzter Minute brachte er einen Änderungsantrag zu den neuen Wahlkampfregeln ein, die am heutigen Montag final verabschiedet werden sollen.
Darin wird das zunächst geplante Verbot von Wahlwerbung in Internetmedien zurückgenommen. Der Rest bleibt aber bestehen - und der ist schlimm genug.
ZUM BEITRAG
Bürgermeister beklagt: Obdachlose besetzen wieder die Passagen... >>>
Staatsmedien kündigen weitere 250 Mitarbeiter, noch 2.000 bleiben >>>
57 neue Grenzübergänge zwischen Ungarn und Rumänien>>>
Razzia oder Rassismus?
Polizeieinsatz in Hatvan lässt viele Fragen offen
Die Polizei in Hatvan spricht von einem angemessenen Einsatz um Gewalt einzudämmen und Widerstand gegen die
Staatsgewalt zu brechen. Die Bürgerrechtsorganisation TASZ hingegen erkennt "unverhältnismäßige und wahllose Anwendung von Gewalt", die auch Kinder und
ältere Menschen getroffen hat und fordert eine umfassende Aufarbeitung. Der Verdacht von rassistisch motivierter Polizeigewalt gegen Roma steht im Raum.
ZUM BEITRAG
Göttliche Eingebung?
Plagiatsvorwürfe jetzt auch gegen Vizepremier von Ungarn
Nachdem bereits Pál Schmitt wegen nachgewiesenen Betruges beim Verfassen seiner Doktorarbeit als Staatspräsident
zurücktreten musste, Plagiatsvorwürfe gegen den "sozialistischen" Ex-Premier Gyurcsány im Raum standen und nie ganz ausgeräumt wurden, muss sich nun auch der aktuelle
Vizepremier des Kabinettes Orbán, Zsolt Semjén, mit dem Vorwurf auseinandersetzen, seine Dissertation sowie eine Diplomarbeit nicht nur mit legalen Mitteln erstellt zu haben.
ZUM BEITRAG
Verdikt für Menschlichkeit
Verfassungsgericht von Ungarn verbietet Kriminalisierung von Obdachlosen
Ungarische Bürger haben einen wichtigen Sieg gegen die Regierung und die Regierungspartei
errungen. Das Verfassungsericht hat die Kriminialisierung von Obdachlosen als verfassungswidrig untersagt und das so klar und eindeutig begründet, dass der
Gesetzgeber eigentlich vor Scham im Boden versinken müsste. Die Initiatoren fordern Sozialpolitik statt einer Law-and-Order Show und mehr Investitionen in den sozialen Wohnungsbau.
ZUM BEITRAG
Studenten an der Leine
Bildungsreform: Ungarn droht neues Vertragsverletzungsverfahren der EU
Diesmal geht es um die "Höhere Bildung", also Reformen rund um das Hochschulwesen und
Universitäten. Trotz vorheriger Mahnungen hält die Regierung am Leinenzwang für Studenten bzw. Absolventen fest und verstößt damit gegen eine der größten europäischen
Errungenschaften: die Freizügigkeit. Das lässt die EU nicht durchgehen, vieles anderes der "großen" Bildungsreform indes schon...
ZUM BEITRAG
Mächtige Panik
Regierung in Ungarn will Wahlwerbung im Privatfernsehen und im Internet verbieten
Als Sahnehäubchen auf das neue Wahlgesetz, das neben der abstrusen Wählerregistrierung,
bereits etliche andere bedenkliche Passagen beinhaltet, brachte die Regierungspartei zum Wochenende noch einige Änderungen an den gesetzlichen Regelungen zum Wahlkampf ein.
Die Mehrzahl der Vorschläge darin sind so haarsträubend wie durchsichtig und belegen die wachsende Panik der Regierenden vor einem drohenden Machtverlust.
ZUM BEITRAG
Körperscanner zum Abschied
Schweiz spendet Ungarn Millionen für sichere Gerichtsgebäude
Mit einer Spende von 1,2 Milliarden Forint für das ungarische Gerichtswesen verabschiedete
sich der Schweizerische Botschafter Christian Mühlethaler Ende Oktober aus Budapest. Das Geld stammt aus der Ost-Milliarde, mit der die Eidgenossenschaft die 2004 zur EU gestoßenen
osteuropäischen Länder unterstützt. Rund 130 Mio. Schweizer Franken bzw. 30 Milliarden fließen so in den nächsten fünf Jahren nach Ungarn.
ZUM BEITRAG
EU-Gericht verurteilt Zwangspensionierung von Richtern in Ungarn als diskriminierend >>>
Die anderen `Zwei Drittel`
Wie rettet man Ungarn? Fragen an Gordon Bajnai, die neue Hoffnung der Opposition
Nach seiner Rückkehr auf die politische Bühne am 23. Oktober, dreht Ex-Premier Gordon
Bajnai derzeit seine Runden bei ungarischen Medien. In Interviews sprach er über das Oppositionsbündnis "Gemeinsam 2014!", die kommende "Schicksalswahl", verteidigte sich
gegen Vorwürfe selbst ein "Magnat" zu sein und stapelt der Regierung ihre Sünden auf. Die Rechte will ihn medial als "Heilsbringer" und
U-Boot der Linken verbrennen, der ja doch nicht halten kann, was er verspricht. Doch Bajnai verspricht gar nichts, sondern tritt als um sein Land tief besorgter Bürger an.
ZUM BEITRAG
Virtueller Größenwahn
Ungarn plant Internetzensur, Website-Blockaden auch ohne Gerichtsurteile
Das Justizministerium in Budapest hat im Rahmen der Strafrechtsreform ein Gesetz
unterbreiteitet, das eine Blockade von Internetseiten schon während der Ermittlungsphase ermöglicht. Die Tatfelder sind so schwammig formuliert, dass sie zum
politischen Missbrauch eines solchen Filters geradezu einladen. Sowohl aus technischer wie rechtsstaatlicher Sicht erntet der Entwurf vernichtende Kritiken, was für die Regierung
aber kein Grund sein wird, ihn zurückzuziehen.
ZUM BEITRAG
Wahlregistrierung: Parlament vorgeführt, Verfassungsgericht kaltgestellt, Opposition
geärgert >>>
"Alles korrekt" bei der neuen Landvergabe in
Ungarn: Vorwürfe von Vetternwirtschaft ”stark übertrieben” >>>
Kommunalwahlen in Tiszavasvári teilweise
annulliert, Neonazi als Bürgermeister bestätigt >>>
Der Gurken-Feri: Ex-Premier Gyurcsány als Blumenmädchen und Gemüsehändler >>>
Pass ab 250.000 EUR: Regierung will
Staatsbürgeschaften für Staatschulden tauschen >>>
Kein Einfluss von außen: Regierung will auch Wetter selber machen >>>
Staatssekretär Lázár in Unfall verwickelt, eine Tote >>>
Roma erinnern Regierung an eigene Gesetze >>>
Gackernder Hühnerhaufen
Kleinliche Reviermarkierungen der Opposition in Ungarn
Kurz vor den Kundgebungen zum 23. Oktober, einem der Nationalfeiertage in Ungarn, ergeht
sich die demokratische Opposition des Landes einmal mehr in öffentlich ausgetragenen Eifersüchteleien und Reviermarkierungen. Alles schaut auf Gordon Bajnai als Hoffnungsträger
für einen Machtwechsel 2014. Jeder will ihn, aber am liebsten nur für sich. Von einem sich abzeichnenden Wahlbündnis ist man weiter entfernt als je zuvor. Dabei gäbe es schon ein
"Traumpaar", es muss sich nur noch finden.
ZUM BEITRAG
Friedensmarsch der Hassprediger
Regierungstreue rufen zu Marsch gegen "Schuldensklaverei" auf
Anhänger der Regierung Orbán haben am Nationalfeiertag des 23. Oktober einen
weiteren "Friedensmarsch" angekündigt. Motto: Kampf gegen die "Schuldensklaverei" ausgegeben, aus der "wir ausbrechen wollen".
Losungen die auffallend, aber nicht zufällig mit der Anti-IWF-Kampagne der Regierung kongruieren und das Volk auf magere Zeiten einstimmen sollen. Mit den Fakten nimmt man
es dabei nicht so genau.
ZUM BEITRAG
Comeback des Feuerlöschers?
Krisen-Premier Bajnai soll 2014 für Machtwechsel in Ungarn sorgen
Seit Monaten spekulieren Medien und politisch Interessierte über ein mögliches Comeback
von Ex-Premier Gordon Bajnai auf die Bühne der Politik. Am Nationalfeiertag des 23. Oktobers könnte er bei der gemeinsamen Demonstration der Oppositionsbewegungen
Szolidaritás und Milla auftreten und sich als Herausforderer von Viktor Orbán in Stellung bringen, heißt es. Die Unterstützung weiter Teile der Linken hätte er und auch viele
“normale” Ungarn trauen ihm zu, die Krisen des Landes zu meistern. Aber meistert er auch Orbán?
ZUM BEITRAG
Amen und Gute Nacht!
So infantil wie gefährlich: Was ein Kinderbuch aus dem heutigen Ungarn mit Orbáns Blut-und-Boden-Rede verbindet
In „Das muss ich wissen, weil ich ein ungarisches Kind bin" verklären und verbiegen
die Autoren ungarische Geschichte und schüren schon bei den Kleinsten Ängste und Ressentiments. Finsterster Revanchismus und Nationalismus werden da als
Gute-Nacht-Geschichten verpackt, Horthy wird als größter Held der Geschichte gefeiert. Das Werk ist keine Ausnahme, sondern Ausdruck des neuen Mainstreams, in einem
Land, dessen Regierungschef mittlerweile Herrenmenschen-Parolen verbreitet.
ZUM BEITRAG
Beutenomaden und ihre Lehrmeister
Pathologisch verfilzt: der Korruptionssumpf Österreich - Ungarn
Sowohl Nationalkonservative wie auch "Sozialisten" in Ungarn werden neuerlich mit
dem massiven Vorwurf konfrontiert, sich für einen Waffendeal 2001/2002 bestechen lassen zu haben. Der Initiator dieses Deals, Graf Mensdorff-Pouilly, kommt bald in Wien vor
Gericht. Dass Ungarn und Österreicher verschwägert sind, belegen gigantische Korruptionsfälle beim Nachbarn, die das ganze Land als einen einzigen Sumpf erscheinen
lassen. Sie zeigen auch, dass das österreichische dem ungarischen Korruptionssystem voraus ist.
ZUM BEITRAG
"Tür zur Demokratie..."
Regierung beschließt umstrittene Wählerregistrierung
In dieser Woche beschließt die Regierungspartei Fidesz Zusätze zum neuen
Wahlgesetz. Die wichtigsten Veränderungen waren bisher: Neubildung der Wahlkreise, nur ein Wahldurchgang, Direktmandate mit relativer Mehrheit, Reduzierung der
Mandatszahl um ca. 40%, Aufwertung der Erststimme. Hinzu kommen nun das Wahlrecht für Auslandsungarn und die heftig umkämpfte verpflichtende Wählerregistrierung.
ZUM BEITRAG
Radio Ga Ga
Die Parlamentsbühne in Ungarn startet in die Herbstsaison - ein Überblick
Die Themen des Herbstes hat Premier Orbán über das Radio vorgegeben. Beim
Armenienkonflikt, den IWF-Verhandlungen und der Wählerregistrierung verbarrikadieren sich alle hinter ihren jeweiligen Standpunkten. Den Multis macht man Angebote, die sie nicht
ablehnen können, in der Richterfrage definiert der Minister das Wort "Kompromiss" völlig neu. Ex-Premier Gyurcsány gibt derweil die Drama-Queen und wird eine Woche hungern,
womit wenigstens einer dem Volk näher kommt als je zuvor...
ZUM BEITRAG
Die Axt im Hause
Armenien bricht Beziehungen zu Ungarn ab / Bericht & Kommentar
Armenien hat am Freitag die diplomatischen und alle offiziellen Beziehungen zu Ungarn
abgebrochen und seinen Botschafter zurückgerufen. Grund war die Überstellung eines wegen Mordes Verurteilten nach Aserbaidshan. Während sich die ungarische
Regierung darauf beruft, rechtmäßig nach internationalen Abkommen gehandelt zu haben, wirft ihr die Opposition vor, den Rechtsstaat verkauft zu haben. Geht Orbán
"über Leichen", nur um dem IWF eins auszuwischen?
ZUM BEITRAG
Laudatio aus dem Kartenhaus
Premier von Ungarn schwelgt in Eigenlob und putzt sich an Europa ab
Ungarns Krisenmanagement läuft derzeit „prächtig“ und der Euroraum ist der einzige
Problemherd, der seinem Land zu schaffen macht. So stellt Premier Orbán die Lage der Dinge seinen Diplomaten dar, die zum Rapport in Budapest weilen: die "Konflikte mit der EU"
habe man "gezielt" losgetreten und letzlich auch gewonnen, man bleibe auf dem Weg der "unorthodoxen" Maßnahmen. Die Realität sieht ganz anders aus. Aber diese spielte bei
Fidesz-Strategen noch nie eine große Rolle. Wir machen den Gegencheck.
ZUM BEITRAG
Splitter zwischen Blöcken
Zustand der Opposition bleibt hoffnungslos
Um die "neue Opposition" in Ungarn ist es in den letzten Monaten still geworden. Kaum
noch machen sich die mit so großem Enthusiasmus gestarteten Milla, 4K!, Szolidaritás oder auch die LMP durch größere Aktionen bemerkbar. Im Hintergrund versucht
man sich zwar zu finden, doch von einer erfolgversprechenden Allianz gegen die nationalkonservative Hegemonie fehlt bisher jede Spur.
ZUM BEITRAG
Sterblichkeitsrate eine der höchsten in Europa >>> Krankmeldungen um ein Drittel gesunken >>> "Hun- und Turkvölker" auf Einladung der Regierung >>>
Mission `Görögdinnye`
Vom Politkommissar zum Schutzpatron der ungarischen Melone
Gyula Budai, an der "Sozialistenjagd" gescheiterter Politkommissar des
Regierungschefs Orbán und nun als "Staatssekretär für nationale Wohlfahrt" ins Landwirtschaftsministerium abgeschoben, hat ein neues Betätigungsfeld gefunden. Statt um
die Dingefestmachung von ehemaligen Premierministern, die Anschwärzung von linken Philosophen und das Zerschlagen von Sozi-Seilschaften, kümmert sich Budai um die nationale Melone.
ZUM BEITRAG
Triumphale Rückkehr
Ungarn mit Sensationserfolg bei Olympia - Peinliche Debatten in der Heimat
Ungarn kann sich über eine äußerst erfolgreiche Olympiabilanz freuen und lag am
Ende der Spiele in London mit acht goldenen, vier silbernen und fünf bronzenen Medaillen auf einem sensationellen neunten Platz in der Länderwertung, nur knapp hinter den
"Großmächten" Frankreich, Italien und Deutschland. Doch landestpyisch herrscht nicht einmal im Sport keine ungeteilte Freude, sondern medialer Kleinkrieg...
ZUM BEITRAG
Präsidiale Kopfwäsche
Streit über Wählerregistrierung - Ex-Präsident Sólyom warnt vor Grundrechtsverstoß
Bereits Anfang Juni berichteten wir über einen Vorstoß der Regierungspartei zur Einführung
einer verpflichtenden Wähler-Registrierung in Ungarn. Seitdem lässt das Thema Medien, Politiker und Juristen nicht mehr los, zuletzt forderten einige Hitzköpfe sogar die
Bestrafung von Wahlverweigerern. Nun hat sich Ex-Präsident László Sólyom, ein Konservativer und renommierter Verfassungsrechtler, in die Debatte eingeschaltet und der Partei Orbáns gründlich
die Leviten gelesen.
ZUM BEITRAG
Demokratie-Roulette
Basescu bleibt im Amt - Rumänien und Ungarn steuern in neue Krise
Hat Ungarn die Demokratie in Rumänien gerettet? Immerhin hat der offene Aufruf zum
Wahlboykott an die ungarische Minderheit in Rumänien wesentlich zum Scheitern des zweifelhaften Referendums über Basescu beigetragen. Der rumänische Regierungschef
tobt, mittelfristig dürfte Orbán "seinen" Landsleuten im Nachbarland einen ziemlichn Bärendienst erwiesen haben. Beide Viktors sind sich dabei sehr ähnlich, beiden fehlt jeder
Respekt vor der Demokratie und vor ihrem Volk. - BERICHT & ANALYSE
ZUM BEITRAG
Höchstrichterliche Abfuhr
Verfassungsgericht von Ungarn annulliert Zwangspensionierung von Richtern
Das Urteil ist knapp zu Stande gekommen, doch so eindeutig wie überraschend. Die
Zwangspensionierung von Richtern mit 62 in Ungarn ist verfassungswidrig. Eher weniger überraschend ist die Reaktion von Premier Orbán: "Das Gesetz bleibt wie es ist". Das
Urteil ist eine schallende juristische wie politische Ohrfeige für die Fidesz-Politik der Gleichschaltung. Ignoriert Orbán die Annullierung, setzt er den Rechtsstaat
endgültig außer Kraft. Auch die EU-Klage ist noch anhängig.
ZUM BEITRAG
Verhaftungen wegen Ölkrieg der 90er Jahre >>> Orbáns Küchenkabinett macht Außenpolitik >>> Knebelverträge für Uni-Absolventen jetzt Gesetz >>> Ex-Verteidigungsminister muss vor Gericht >>> Neue Schlacht im “Bodenkrieg” Österreich-Ungarn >>> Hauptsache Ungarn: Orbán über seine Urlaubspläne >>>
Keine Macht für Niemand?
Ungarn wollen den Machtwechsel, wissen aber nicht zu wem
Das Pferd ist halbtot, aber der Reiter sitzt fest im Sattel, so könnte man die politische
Stimmungs- und Gemengelage in Ungarn dieser Tage beschreiben. Aktuelle Umfragen zeigen zwar eine weiter wachsende Unzufriedenheit mit der Regierung, doch die
Opposition verharrt in ihrer Starre, unfähig zu gemeinsamen Konzepten und Strategien, auch wenn das Wahlvolk genau diese fordert.
ZUM BEITRAG
Hitzeschlachten
Politische Nachrichten aus Ungarn
Zwar liegt schon seit Wochen eine schwere Sommerhitze über der ungarischen
Hauptstadt, doch von Sommerpause keine Spur. Im Gegenteil, der Kampf der Gewalten geht unvermindert fort. Die Gerichte versuchen Politik zu machen, weil die Politik
ihren Job nicht macht. Politiker machen sich dafür zunehmend zu Richtern und erheben sich auch über die Gerichte. Ein Überblick.
ZUM BEITRAG
Tod dem Hühnerdieb...
Neues Strafrecht als Instrument der Politik
Strafen werden verschärft, "Hühnerdiebe" dürfen künftig erschossen werden,
"Selbstverteidigung" wird "genauer" geregelt, Kinder gehen ins Gefängnis, das Verfassungsgericht wird ein weiteres Mal entmannt. Und: die Stephanskrone ist nun
auch justiziabel. Geht es um Gerechtigkeit oder die Wähler der extremen Rechten?
ZUM BEITRAG
Nach Gutsherrenart
Rückerstattung auf Ungarisch & Neues aus Felcsút - Teil 5
Die Zufälle häufen sich. Wieder gehen Ländereien über “Ausschreibungen” des
Nationalen Bodenfonds exklusiv und zu bedenklich niedrigem Pachtzins an Fidesz-Parteifunktionäre oder an Unternehmen, in denen Freunde und gute alte Bekannte aus dem Umfeld des Premiers das
Sagen haben.Transparenz wird verhindert und mit den staatlichen Gütern verfahren die neuen Herren immer ungenierter, - ganz nach Gutsherrenart...
ZUM BEITRAG
Klagen über Klagen
Die politische Woche in Ungarn
EU-Gericht bereitet Prozesse gegen Ungarn vor - Venedig-Kommission befasst sich erneut
mit Gesetzgebung - Regierung will Parteien für Sternurteil zahlen lassen - Präsident sendet wieder Gesetze zurück - Ex-Präsident verklagt Uni wegen Titelaberkennung - Slowakischer
Premier sucht Kooperation - Staatsanwaltschaft kündigt härteres Vorgehen gegen Antisemitismus an - Nezöpont: Weiterhin starke Unterstützung für Fidesz
ZUM BEITRAG
Antiterroreinheit ohne richterliche Kontrolle >>> Spalter fordern Einheit der Opposition >>> Fidesz organisiert Lesung für Nazipolitiker >>> Anti-Gentechnik-Gesetz verschärft >>> Medizinlabor stellte "Rassennachweis" aus >>> Polizei verprügelte saudischen Sportfunktionär >>>
Schwanengesang eines Kulturkämpfers
Rücktritt des Kulturministers in großer Pose
Der für "Kultur und Nationales Kulturerbe" zuständige Staatssekretär, de facto
Kulturminister Géza Szőcs, ist am Mittwoch "auf eigenen Wunsch" zurückgetreten. Zum Abschied legte er einen Schwanengesang von geradezu rührender Unbescheidenheit vor, der
einen ungefähren Einblick in die nebulöse Gedankenwelt der ungarischen Nationalkonservativen gibt. Er, der Freigeist, wollte alle nur mit Kultur versöhnen.
Zurückbleibt bleibt ein kulturelles Schlachtfeld. Ein “Kriegsbericht”.
ZUM BEITRAG
Sozis holen auf
Wahlumfrage in Ungarn: 81% Unzufriedene, Machtwechsel 2014 möglich
Laut Ipsos hat die linke Opposition nun zum ersten Mal seit den Wahlen 2010 auch die
messbare Unterstützung durch ehemalige Regierungsanhänger bekommen. Die allgemeine Unzufriedenheit ist auf ihrem höchsten Stand. Politikanalysten halten jetzt
sogar einen Machtwechsel schon 2014 für möglich, vorausgesetzt, das neue Wahlrecht lässt diesen zu...
ZUM BEITRAG
Gedenktag mit Steuererhöhung
Aus dem ungarischen Parlament
Am Montag beging Ungarn auf Anordnung der Regierung wieder einen "Trianon-Gedenktag".
Dieser war auch Hauptthema einer "Festsitzung" im Parlament. Doch sehr schnell wurde das Hohe Haus vom Alltag eingeholt: der Oligarchen-Streit, eine Benimm-Fibel für
Abgeordnete, Fragen nach ein paar Millionen aus der Rentenkasse, das Zentralbank-Problem, die Umdeutung der Robin-Hood-Steuer sowie sehr seltsame Rechenkünste eines Staatssekretärs führten
aus dem rot-weiß-grünen Traumland zurück in die eher graue Realität.
ZUM BEITRAG
UNICEF: Jedes zehnte Kind in Ungarn arm >>> Regierung: Opposition von USA finanziert >>> Fidesz-Politiker prangert Vetternwirtschaft an >>> Parlamentspräsdident provoziert Rumänien >>> Neonazi wegen Denkmal-Beschädigung verhaftet >>> Ex-Präsident Schmitt besteht auf Staats-Villa >>> Öffentliche Schule an fanatische Sekte übergeben >>>
Das philosophische Quartett oder: Porno mit Konfuzius
Propaganda und Neusprech im neuen Ungarn
Wo eben noch ein Minus stand, wird durch einfache Verbalisierung ein Plus. Zu Recht, wie
sich zeigt. Die angekündigte "grundlegende Erneuerung" der ungarischen Gesellschaft zieht sich längst auch bis in die Sprache - und das wurde auch Zeit, denn Linke, Liberale und
andere Feinde der Nation haben sie jahrzehntelang missbraucht und unter anderem verhindert, dass Ungarn eine Atommacht werden konnte. Eine kleine Neusprechfibel als Handreichung für
Ungarnreisende.
ZUM BEITRAG
Blinde-Kuh-Politik
EU - Ungarn: Erst der Haushalt, dann der Mensch...
Die EU-Kommission bleibt bei ihrer Ambivalenz gegenüber der ungarischen Politik. Auf der
einen Seite attestiert man der Regierung massive Defizite bei der strukturellen Gesundung von Haushalt und Wirtschaft, verwirft aber mit ein paar Zahlenspielereien
das Defizitverfahren, dass man noch vor zwei Monaten mit großem Gepolter verschärft hatte. Der EU scheint nur wichtig, dass aus Ungarn nicht noch ein "failing state"
hinsichtlich der Zinszahlungsfähigkeit wird - koste es, was es wolle.
ZUM BEITRAG
Die Macht vor Augen
Neonazis wollen ab 2014 Ungarn regieren
Die neofaschistische Partei Jobbik hält einen Wahlsieg 2014 für möglich, Parteiführer Gábor
Vona gab auf einem Parteitag am Samstag vor rund 700 Delegierten das Ziel aus, "stärkste Partei" zu werden und "das Land zu regieren."
Dabei erklärte er, dass ohnehin "zwei Drittel der Ungarn `Jobbik` seien, es nur noch nicht wissen...". Sobald alle Ungarn sehen können, wie Jobbik arbeitet, werde man auch Wahlen
gewinnen. Und das Unvorstellbare wird tatsächlich denkbar...
ZUM BEITRAG
Wenn am nächsten Sonntag...
Regierungsparteien verlieren an Zustimmung - Fremdenfeindlichkeit steigt
54% der wahlberechtigten Ungarn wollen von keiner Partei mehr irgendetwas wissen. Das
ist die wohl markanteste Aussage der aktuellen Wahlumfrage des Institutes Ipsos und spiegelt die Stimmung im Lande am deutlichsten. Das sind weitere drei
Prozentpunkte mehr Generalablehnung als im Vormonat. / 40% lehnen jede Art von Asylgewährung ab.
ZUM BEITRAG
Spalter fordern Einheit
Ungarn reagiert panisch auf neue Regierung in Rumänien
Als wäre der Teufel selbst in Bukarest eingeritten, so reagieren ungarische Offizielle
auf den kürzlichen Regierungswechsel in Rumänien. Die Partei der Rumänienungarn ist aus der Regierung geflogen und nun wird sich das "linke" Rumänien für ihre Treue zu
Ex-Premier Boc rächen, schon will man erste Anzeichen dafür erkannt haben. Premier Orbán ruft zur "Einheit aller Ungarn" auf, dabei hat er die Rumänienungarn zuvor
eigenhändig gespalten. Der rumänische Wahlkampf begann in Budapest.
ZUM BEITRAG
Ohne Beweise, mit Beigeschmack
Universität gibt Plagiatsvorwurf gegen Ex-Premier Gyurcsány auf
Der Direktor der Universität Pécs gab am Dienstag bekannt, keine endgültige Aussage
darüber treffen zu können, ob Ferenc Gyurcsány bei seiner Abschlussarbeit plagiiert habe oder nicht, da die Arbeit mysteriöserweise nicht mehr auffindbar sei.
Die Verfahren sind eingestellt, die Zweifel bleiben.
ZUM BEITRAG
Weit und breit kein Widerstand
Faschisten marschieren in Ungarn ungestört
Mehrere tausend Neofaschisten und ihre Anhängerschaft demonstrierten am Samstag
in der Budapester Innenstadt. Die rechtsextreme, im Parlament vertretene Partei Jobbik, rief zu einem Marsch gegen die Sparpolitik der Regierung auf. Tenor: nur
Jobbik vertritt das ungarische Volk, alle anderen sind Verräter. Eine Antifa oder gar bürgerlichen, erst recht staatlichen Widerstand sucht man in Ungarn vergeblich.
ZUM BEITRAG
Parteisoldat als Flügeladjudant
Regierungsuumbildung in Ungarn: Noch mehr auf Parteilinie
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat die angekündigte Regierungsumbildung
konkretisiert. Danach wird der bisherige Fidesz-Fraktionschef im Parlament und Bürgermeister von Hódmezövásárhely, János Lázár, die Position des Kanzleramtsministers
(im Rang eines Staatssekretärs) von Mihály Varga übernehmen.
ZUM BEITRAG
Große Worte
Neuer Präsident von Ungarn formuliert hehre Ziele
Am Mittwoch wird der fünfte Präsident der Dritten ungarischen Republik sein Amt offiziell
übernehmen, János Áder. In einem Interview dieser Tage machte er eine überraschende Ankündigung: er will tatsächlich seinen Job als Präsident erledigen, indem er „Wächter und
Garant der Rechtstaatlichkeit“ sein wird. Sehr hoch liegt die Messlatte freilich nicht, denn sein Vorgänger war nur ein karrieristischer Abnicker. Was wird mit Áder anders sein?
ZUM BEITRAG
Wilde Phantasien
Milliarden aus dem Reich der Mitte: China hat Ungarn als Basislager erkoren
Die Bildsprache der Politiker trägt häufig unfreiwillige Komik und Wahrheit in sich.
Orbán sprach beim Besuch einer 200köpfigen Wirtschaftsdelegation aus China von den „starken Winden, die in der globalen Wirtschaft wehen" und dass es, so möglich,
besser sei "auf zwei Beinen, statt auf einem zu stehen." Den Facebook-Eintrag ließ der Ministerpräsident tatsächlich mit "Ostöffnung"
überschreiben und es sei von nun an klar, dass auch China Ungarn als "strategischen Partner" als "Tor in den Westen" betrachte.
ZUM BEITRAG
Massive Kritik an neuem Minderheitenrecht in Ungarn
Laut dem noch im Amt befindlichen Ombudsman für Minderheiten, Maté Szabó, sind einige Paragraphen des neuen
Minderheitengesetzes verfassungswidrig. Klauseln, die Lokalwahlen von ethnischen Minderheiten an Volksbefragungs-Daten koppeln, machen es unmöglich, dass ethnische
Gemeinschaften eine Lokal-Regierung formen können.
ZUM BEITRAG
Punktsieg für Orbán Phyrrussieg für Ungarn
EU-Ungarn: Zahlungsfähigkeit wichtiger als Demokratie? - MIT KOMMENTAR
Wie zu erwarten, hat der ungarische Regierungschef seinen "Sieg" in Brüssel
umgehend gefeiert. In einer Radiosendung am Freitag lobte er sich, dass er "alle Regierungsziele in Brüssel zum Erfolg geführt" habe und Ungarn auch hinsichtlich der
sonstigen Streitpunkte "nichts zurückziehen, aussetzen oder ändern" werde. Die Pragmatik der Kommissionsentscheidung ist nachvollziehbar, ordnungspolitisch ist das
Signal aus Brüssel aber verheerend.
ZUM BEITRAG
Im Paralleluniversum
Orbáns Ungarn außerhalb von Raum und Zeit... - LEITARTIKEL
Am Dienstag treffen sich Regierungschef Orbán und EU-Kommissionspräsident Barroso.
Die Welten beider liegen so weit auseinander wie noch nie und mit seiner weltfernen Nationalbefreiungstheologie tut der ungarische Premier viel dafür, dass sie sobald auch nicht
mehr zueinander finden. Seiner Ansicht nach sind die Transferzahlungen aus der EU ohnehin "unser Geld", also unverhandel- und unsperrbar. Der IWF gehört sowieso Ungarn
und auf Banken will man in Budapest zukünftig am besten ganz verzichten.
ZUM BEITRAG
Die Junker von Felcsút
Eine Pacht- und Machtfrage: Ungarn auf dem Weg in den Feudalstaat?
Amtsmissbrauch, Seilschaften, Vetternwirtschaft, das sind Begriffe, bei
denen jedem Ungarn sofort die "Sozialisten" von der MSZP auf die Lippen kommen, die es über Jahr gar lustig trieben. Doch die neuen Machthaber von der Partei Fidesz eifern den
Genossen schon beflissen nach, wie ein aktuelles Beispiel feudalen Größenwahns aus dem Heimatort des Ministerpräsidenten Orbán zeigt.
ZUM BEITRAG
Es bleibt kompliziert
Ungarn und die EU kommen einfach nicht auf einen Nenner. Ein Update.
Die Reibungsebenen zwischen den Nationalwirtschaftlern in Ungarn und den Regel-Wächtern in Brüssel werden nicht
kleiner. Bei den Verfahren um das strukturelle Defizit und die Unabhängigkeit der Zentralbank hängt man regelrecht in der Luft, auch weil Minister Matolcsy glaubt, dass
EU-Regularien verhandelbar seien. Im Hintergrund winkt noch ein besonders teures Damoklesschwert.
ZUM BEITRAG
Alles klar, Herr Kommissar?
Orbáns Racheengel und der selektive Rechtsstaat Ungarn
Der "Abrechnungsbeauftragte", ein von Premier Orbán eingesetzter Sonderkommissar
zur "Aufarbeitung von Vergehen der Vorgängerregierungen", Gyula Budai (Fidesz), hat wieder einmal einen Zwischenbericht vorgelegt und zeigt sich erwartungsgemäß
äußerst zufrieden mit der Tätigkeit seines Büros. 90% der Arbeit sei geschafft, Gyurcsány sieht er schon hinter schwedischen Gardinen, im November sei man "fertig" mit der
Aufarbeitung. - Eine Bilanz.
ZUM BEITRAG
Orbáns Osterbotschaften
Ungarn, der Kosmos und die "natürliche Ordnung" der Welt
Während die Suche nach einem neuen Präsidenten auf zwei "Spitzenkandidaten"
zuläuft, die Diplomarbeit des Premiers schon, die Stasiakten vielleicht bald zu lesen sein werden, bereicherte Ministerpräsident Orbán das Osterfest mit neuen Offenbarungen, die
so neu nicht sind, aber vieles erklären, was der Außenstehende bisher an Ungarn nicht verstanden haben könnte. Die Reaktionen darauf lagen - ganz ostergemäß - irgendwo
zwischen Schrecken und Hoffnung.
ZUM BEITRAG
Regierungsunfähig
Die demokratische Opposition in Ungarn tritt auf der Stelle
Die MSZP-Oberen glauben offenbar, dass sie allein die wachsende Unzufriedenheit mit der
Orbán-Regierung zurück an die Macht bringen wird. Eine grundlegende personelle und inhaltliche Erneuerung hält man daher bei den ‘Sozialisten’ daher weiter für unnötig wie der
Parteitag der MSZP gerade zeigte. Orbán kann ruhig zusehen wie sich die Linke selbst und gegenseitig zerfleischt.
ZUM BEITRAG
Angst vor dem Volk?
Regierung in Ungarn versucht Referendum zu verbieten
Am Samstag erklärte die Landeswahlkommision das durch die Oppositionspartei LMP angestrengte
Referendum für ungültig. In einer 5:3-Entscheidung ist das durch die Regierungsparteien dominierte Gremium, das auch die nationalen Wahlen beaufsichtigt, zu
dem Schluss gekommen, dass die Art und Weise der Unterschriftensammlung durch die LMP "illegal" sei. Die protestiert heftig.
ZUM BEITRAG
Neofaschisten zündeln wieder
Die von der neofaschistischen Partei Jobbik gesteuerten "Garden" bzw. "Bürgerwehren"
begehen wieder Aufmärsche in ostungarischen Orten. Diesmal bemüht sich das Innenministerium bereits im Vorfeld um Schadensbegrenzung, doch die Umgehung der entsprechenden Gesetze ist für die
selbsternannten Nationenschützer im wahrsten Sinne ein Spaziergang...
ZUM BEITRAG
Die spanische Legende
Aktuelle Manöver zwischen Ungarn, EU, Deutschland und IWF - LEITARTIKEL
Anti-EU-Rhetorik zur Stärkung der "Heimatfront", hohle Kooperationsversprechen, honigsüße Worte,
Zeitspiel und Täuschungsmanöver gegenüber den europäischen Institutionen, Ränkeschmieden und Spaltungsversuche im Hintergrund, bilden die wichtigsten
Schlachttaktiken unserer Feldherren in ihrem "Unabhängigkeitskrieg" gegen Brüsseler Windmühlen. So richtig auf geht dabei nur die erste, was wieder nicht gut für die anderen
ist. Die neuesten Manöver, Ausreden und Besuchsberichte im Überblick.
ZUM BEITRAG
Gespaltenes Land
Impressionen vom Nationalfeiertag
Hunderttausende waren am Nationalfeiertag des 15. März in Ungarn auf den Beinen. Wobei
die Mobilisierungskraft der Nationalkonservativen um Premier Orbán bedeutend größer war als jene der demokratischen Opposition. Alle sehen sich in der Tradition von 1848/49 und alle haben das
Erbe für sich gepachtet. + FOTOSTRECKE
ZUM BEITRAG
Die Tür bleibt offen
EU-Finanzminister versetzen Ungarn einen Warnschuss
Der Rat der EU-Finanzminister hat bei seiner heutigen Sitzung die Sperrung von 495 Mio.
EUR aus dem für Ungarn reservierten Teil des EU-Kohäsionsfonds für 2013 beschlossen. Die Entscheidung soll aber im Juni nochmals auf den Prüfstand kommen, bis dahin hat Ungarn
Zeit die Erwartungen der EU hinsichtlich einer nachhaltigen und strukturellen Sanierung des Haushaltes zu erfüllen. Eine Lösung, mit der beide Seiten zufrieden sein können.
ZUM BEITRAG
Mutter aller Probleme
Orbán verweigert die Realität und eine Lösung mit der EU
Nach dem Brüsseler "Ungenügend" schrieb Premier Orbán erneut ein paar erklärende
Briefe an Barroso und Van Rompuy. Doch die aktuellen, weltfremd-provokanten Äußerungen des Regierungschefs stärken die Zweifel an dessen Sachverstand und seinem Willen zur
Problemlösung. Er will die EU belehren, obwohl seine eigene Baustelle kurz vor dem Zusammenbruch steht. - LEITARTIKEL
ZUM BEITRAG
Durchgedrückt
Ein Tag im Parlament - ein Sittenbild
Im Zentrum der Macht glaubt sich unser Reporter, bevor er eine Plenarsitzung erlebt hat.
Sicher wäre es zu viel verlangt, hier Erklärungen für die vielen Fragezeichen zu bekommen, die sich in letzter Zeit über der ungarischen Politik auftürmen. Aber ein paar Hinweise dürfte es
doch geben. Und die gibt es. Als demprimierendes Schauspiel in einer gut geölten Abstimmungsmaschine...
ZUM BEITRAG
Anreiz oder Strafe?
EU sperrt Ungarn EU-Gelder - Regierung: unfair und grundlos
Die EU-Kommission hat am Mittwoch fast 500 Mio. EUR der für Ungarn reservierten Mittel
aus dem EU-Kohäsionsfonds für 2013 eingefroren. Die Regierung gibt sich entsetzt und behauptet, unfair behandelt zu werden. Man stünde besser da als die Eurozone. Noch
ist Zeit, den Zahlungsstopp abzuwenden.
ZUM BEITRAG
Monetäre Folterkammer
Brüssel droht Ungarn offen mit Geldentzug
Bereits auf seiner Sitzung am Mittwoch will die EU-Kommission dem Rat empfehlen, Ungarn
mit finanziellen Sanktionen wegen seines "exzessiven Haushaltsdefizits" zu belegen. Die erstmalige Anwendung dieses Instrumentes hat jedoch nicht nur fiskale sondern auch
politische Ziele. Ungarn bleibt immer noch eine realistische Chance, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, muss dazu aber mehr tun als ein bisschen Haushaltskosmetik.
ZUM BEITRAG
Zwischenlager Ungarn
Weggesperrt: Über die Situation von Asylsuchenden in und aus Ungarn
Deutsche Behörden wälzen Asylfälle gerne auf Ungarn ab, ganz legal, nach Dublin II. Dabei
kann das Land eigentlich kaum noch als sicherer Drittstaat gelten, wie die Zustände im Asylwesen und die Einschätzung über Herkunftsländer belegen. Europa hat prinzipiell
Probleme im Umgang mit Asylsuchenden, in Ungarn, das schon mit sich selbst überfordert ist, treten sie umso krasser zu Tage. Hier werden nicht einmal die eigenen Bürger als solche anerkannt.
ZUM BEITRAG
Aufbruch ins Nirgendwo
Hungermärsche in Ungarn: reales Elend und realitätsferne Politik
Zu einem "Hungermarsch" auf Budapest haben Bürgermeister, Aktivisten und Privatleute aus
der nordostungarischen Provinz aufgerufen. Dass die Aktion von der gescheiterten "sozialistischen" Partei, MSZP, dominiert wird, macht sie politisch wirklungslos, ändert aber
nichts an der Richtigkeit der Feststellung, dass Elend, Armut und Verzweiflung in Ungarn zunehmen. Die Fakten offenbaren den sozialpolitischen Wahnsinn und die Kälte der Regierung.
ZUM BEITRAG
Harte Hand
Acht Jahre Haft fürs Kiffen? Ungarn verschärft sein Strafrecht
Law and Order-Politik war von Beginn an eines der Markenzeichen dieser Regierung. Nicht,
dass die Sicherheitslage in Ungarn völlig aus dem Ruder gelaufen wäre, aber man will der Anhängerschaft etwas bieten. Nun zeichnet sich ein Drogengesetz ab, dass nur noch eine
Stricklänge von Malaysia entfernt ist und nur ein Teil des Totalumbaus des Rechtssystems darstellt.
ZUM BEITRAG
Lincoln mit Bulldozer
Orbán stellt sich in Frankreich als Revolutionsheld vor
Die französische Tageszeitung Le Monde hat ein Interview mit Premierminister Viktor
Orbán geführt. Dabei äußerte er sich zu seiner Selbstwahrnehmung, zur Situation der Demokratie in Ungarn, zur Europäischen Union und zur Kritik des Westens. Gegenüber der
Zeitung machte er Äußerungen, die vielen im Westen geradezu kabarettistisch absurd erscheinen müssen. Doch es ist ihm bitterer Ernst, was wiederum gar nicht lustig ist.
ZUM BEITRAG
Dokument der Schande
Kallai-Bericht belegt amtlichen Rassismus
Die menschliche Würde mit Füßen getreten, die Verantwortlichen handeln nicht oder aus
rassistischen Motiven. Ziel ist die Vertreibung der Roma. So lautet das Urteil des abgeschafften Ombudsmannes für Minderheitenrechte, Ernö Kallai, zu den
Zuständen in Gyöngyöspata. In seiner letzten Amtshandlung dokumentierte er regierungsamtlichen Rassismus, den rechtsstaatlichen Niedergang des Landes.
ZUM BEITRAG
Kongresswochenende
Opposition in Ungarn sucht Mittel und Wege gegen Orbáns Allmacht
Drei der fünf im ungarischen Parlament vertretenen Parteien hielten am Wochenende
Kongresse ab. Die LMP setzt ihre Sinn- und Strategiesuche fort, die DK von Ex-Premier Gyurcsány will, als wäre nichts geschehen, die neue Mitte-Links-Brücke sein und Jobbik ruft
zum Endkampf ums Vaterland auf. Alle drei zeigten, dass die Alternativen für eine Ablösung Orbáns eher außerhalb des Parlaments zu suchen sind.
ZUM BEITRAG
Steigender Druck
Orbán bei Barroso: EU verschärft Ton und Gangart gegen Ungarn
Premier Orbán traf sich am Dienstag in Brüssel mit Barroso, Schulz und van Rompuy. Die EU
hielt die Gespräche absichtlich formell und forciert nun erstmals auch über den Rat Vertragsverletzungs- und Defizitverfahren, um den Druck auf Orbán aufrecht zu erhalten. Die
ungarische Seite versucht sich weiter in ihrer Schaukelpolitik, doch allmählich wird es eng und bald kann es teuer werden. / Leitzins unverändert.
ZUM BEITRAG
Neue Ängste, alte Lügen
Der Fall Ungarn als Warnung und Chance für Europa
Am Beispiel Ungarns kann, ja muss Europa heute studieren, was geschieht, wenn
Populisten vom Schlage Orbáns sich unserer finanziellen und sozialen Krisen annehmen, weil die Demokraten die sich stellenden Systemfragen nicht beantworten können -
oder wollen. Den Menschen in Ungarn, die - wie hier zu sehen - ganz anderes bewegt als Mediengesetz und neuer Nationalismus, hat man ein ums andere Mal Freiheit und
Wohlstand versprochen und sie jedesmal bitter enttäuscht. Wie weiter?
ZUM BEITRAG
Krieg der Worte II
Ungarns Regierung am Pranger der EU - Orbán in Straßburg
Der Auftritt von Premier Orbán und der anschließende Schlagabtausch mit den
Parlamentariern zur Lage der Demokratie in Ungarn brachten wenig Neues, ließen aber hinsichtlich der Heftigkeit keine Wünsche offen. Orbán behauptete, alle Streitfragen mit
der Kommission schnell lösen zu können, auf eine Rechtsstaats- und Demokratiedebatte mochte er sich gar nicht erst einlassen. Das Parlament zelbrierte wortreich und politisch
abwechselnd seine Macht- oder Willenlosigkeit...
ZUM BEITRAG
Die Liste wird länger
Die EU untersucht mehr neue Gesetze aus Ungarn
Weil man gegen den umfassenden und allgemeinen Rechtsstaatsabbau und die
antidemokratische Politik der Orbán-Regierung kaum ebenso allgemein wirksame Instrumente hat, checken Brüssels Beamte unter Hochdruck die vielen neuen ungarischen Gesetze auf
Regelverstöße. Nun wird auch das Arbeitsrecht und die Steuergesetzgebung neu aufgerollt. Jede finanzielle Sanktionierung Budapests hat aber einen Pferdefuß...
ZUM BEITRAG
Gunst und Gnade
Der Präsident und seine "Plagiatsaffäre"
Als gestern ungarische Medien den Nachweis erbrachten, Staatspräsident Pal Schmitt hat
seine 1992 eingereichte Doktorarbeit in großen Teilen abgeschrieben, wunderte sich das Volk gar wenig und es machte alsbald der Spruch die Runde: "Schon gehört, Schmitt soll
nicht nur seine Doktorarbeit sondern auch sein Amt plagiiert haben...". Ungarn hat nun auch noch einen Guttenberg und Wullf in einer Person, dem Land bleibt wirklich nichts erpart...
ZUM BEITRAG
Wirbelbruch
Ex-Premier übt scharfe Kritik an Orbán-Regierung
In einer Publikation seines Think Tanks „Heimat und Fortschritt“ greift
Orbán-Vorgänger Bajnai die Regierung scharf an und sieht den "Staatsbankrott unausweichlich", wenn es zu keiner Einigung mit dem IWF kommt. Außerdem habe Orbán
der Demokratie in Ungarn "Wirbel für Wirbel das Rückgrat gebrochen." Ob er sich selbst als Herausforderer für Orbán bei Wahlen in Stellung bringen will, ließ er offen.
ZUM BEITRAG
Rückenschmerzen
Ex-Präsident László Sólyom warnt vor legislativer Dysfunktion
Sólyom, ehedem auch Präsident des Verfassungsgerichtes und einer der Väter der
nun als "postkommunistisch" beerdigten Nachwendeverfassung, findet sich, obwohl selbst konservativ, fast als Dissident im “neuen Ungarn” wieder. In einem Interview
äußerte er sich für seine Verhältnisse sehr kritisch über die allgemeine Gesetzgebungspraxis der Regierung, die Reform der Judikatur und die Beschneidung
der Rechte der parlamentarischen Opposition.
ZUM BEITRAG
Es lebe die Republik!
Zehntausende demonstrierten gegen die neue Verfassung in Ungarn
Mehrere zehntausend Menschen demonstrierten am Montagabend in Budapest gegen die Orbán-Regierung und die neue
Verfassung, die zu gleicher Zeit mit einem offiziellen Staatsakt in der Oper gefeiert wurde und von den Demonstranten als “Ende der Republik” und nur “einer Partei dienlich”
abgelehnt wird. Die Polizei war mit einem Großaufgebot zugegen, einige Neonazis versuchten die Menge zu provozieren. Der Live-Bericht unserer Reporter vor Ort in der Nachlese:
ZUM BEITRAG
Das Volk als letzte Hoffnung
Wie die Partei LMP die Einparteinherrschaft in Ungarn überwinden will
Die neujahrliche Plakataktion der parlamentarischen Oppositionspartei LMP wird
für einige Aktivisten ein juristisches Nachspiel haben. Doch die grün-liberale Partei plant bereits weitere spektakuläre Aktionen, um in Ungarn einen "neuen Widerstand" gegen die
autokratische Regierung Orbán zu befördern. Notfalls wolle man "gegen die Verfassung" handeln und die Fidesz-Allmacht soll mit einem Referendum gestoppt werden.
ZUM BEITRAG
"Von der Demokratie in die Diktatur"
Ungarn braucht Hilfe: Offener Brief von Oppositionellen
Das verzweifelte Ungarn müsse eine Warnung für Europa sein. Eine Gruppe von Dissidenten
der einstigen Diktatur in Ungarn wandten sich in einem offenen Neujahrsbrief an ihre Landsleute und die europäische Öffentlichkeit, um vor den Entwicklungen in Ungarn zu
warnen. Dabei listeten sie die Sünden der Orbán-Regierung feinsäuberlich (aber längst nicht vollständig) auf und zeihen den Premier, die Errungenschaften der Wende von 1989/90
verraten zu haben.
ZUM BEITRAG
Vorboten des Scheiterns
Die EU verliert allmählich die Geduld mit Ungarn
Der Schlagabtausch zwischen Ungarn und der EU ging auch über die Feiertage weiter, der
Ton wurde verschärft, die Atmosphäre ist eisiger als das Wetter. Wo früher direkt gesprochen wurde, werden heute nur noch Depeschen ausgetauscht. Derweil sackt der
Forint, steigen die Staatsschulden, verteuern sich Staatsanleihen. Auch Brüssel zweifelt allmählich am Realitätssinn der Regierung in Budapest. Beide Seiten spielen bereits
Notszenarien durch, die Bürger auch.
ZUM BEITRAG
Überall ein bisschen Ungarn
Versuchslabor "Ungarn 2012", Europa und die Medien - KOMMENTAR
Die seit eineinhalb Jahren andauernden Fehlentwicklungen in Ungarn werden
mittlerweile auch über das Mediengesetz hinaus im Ausland zur Kenntnis genommen. Allerdings wieder zu spät und unvollständig. Was in Ungarn geschieht, geschieht überall ein
bisschen: Politik gegen die Menschen, Allmachtsstreben und das Primat der Wirtschaft über das Ethos beherrschen nicht nur Ungarn, sondern immer mehr ganz Europa...
ZUM BEITRAG
Wachschutz gegen Demonstranten
Eskalation vor der Fernsehzentrale
Die Proteste gegen Manipulationen beim staatlichen ungarischen Fernsehen eskalierten
am Donnerstag. Die Medienbehörde hat private Sicherheitsdienste zum Einsatz gebracht, um die Hungerstreikenden und ihre Unterstützer vom Gelände der Fernsehzentrale
abzudrängen. Dabei gingen die Sicherheitsleute offenbar auch auf öffentlichem Grund gegen die Demonstranten vor.
ZUM BEITRAG
Kein Weihnachtsfrieden
Demonstrationen, Parlamentarier in Ketten, Regierungschef im Radio
Bevor Ungarn sich uns uns vielleicht doch eine Weihnachtspause gönnt, herrschte am Freitag
nochmal Aufregung in Budapest. Abgeordnete und ein Ex-Premier wurden verhaftet, nachdem sie das Parlament blockierten, tausende Menschen demonstrierten gegen das
"Ende der Demokratie" und forderten die Ablösung von Premier Orbán. Dieser ist unbeirrt und kümmert sich nicht um die Proteste. Er lehnte im Radio von der EU
geforderte Gesetzeskorrekturen strikt ab und wiederholte, dass er "kein Geld vom IWF" brauche.
ZUM BEITRAG
Frust auf dem Vormarsch
Zwei Drittel der Ungarn wollen nicht mehr wählen
Die akutellen Umfragen der Meinungsforscher bestätigen den Trend, dass die ungarische
Regierungspartei Fidesz-KDNP weiter an Wählergunst verliert, ohne dass eine der demokratischen Oppositionsparteien davon profitieren könnten. Dagegen wächst die Zahl
der Politikverdrossenen, einzig die neofaschistische Jobbik ist weiter im Aufwind. Orbán ist erstmals nicht mehr der "Beliebteste".
ZUM BEITRAG
Ungarn blockierte Eurorettung durch Veto
Riskiert Ungarn bewußt die Spaltung der Eurozone, um (vermeintliche) nationale
Interessen durchzusetzen? Jedenfalls war Ungarn, neben Großbritannien das einzige Land, das beim Brüsseler Sondergipfel eine Einigung verhinderte, mit vorhersehbaren
Konsequenzen. - Mittlerweile nahmen die Kollegen Mr. Nem in die Mangel...
ZUM BEITRAG
Kedves Wolfgang!
Ein Hauch Kritik: Schäuble sprach in Ungarn über Euro-Krise und nationalen Egoismus
Es ist gar nicht so einfach, Werbung für eine Fiskalunion ausgerechnet in einem Land zu
machen, das gerade alle Geister für seinen Sonderweg beschwört. Der deutsche Finanzminister versuchte es trotzdem und nutzte den Nimbus der ihm in Budapest
verliehenen Ehrendoktorwürde, um den Ungarn den tieferen Sinn von Europa und Gemeinschaft zu erläutern. Seine Gastgeber demonstrierten, dass solche Mühen wohl vergebens sind.
ZUM BEITRAG
Zündelnder Nero
Nach der Herabstufung: Regierung in Ungarn legt nach - MIT KOMMENTAR
Nachdem sich im offiziellen Ungarn die erste, zum Teil schlecht gespielte Empörung über die
Herabstufung der Kreditwürdigkeit gelegt hat, werden auch Stimmen laut, die versuchen, die Optionen des Landes zu wägen. Doch da bleibt nicht viel Interpretationsspielraum, denn
Orbán legte gleich noch einen drauf: die Nationalbank wird gleichgeschaltet und steuerfreie Arbeitgeberkredite sollen die Banken ärgern und aus Angestellten Leibeigene machen...
ZUM BEITRAG
Big Brother ante portas
Regierung gründet neuen Geheimdienst
Die ungarische Regierung plant die Etablierung eines neuen Geheimdienstes, mit umfassenden
Zugriffsrechten auf “sämtliche verfügbaren Datenbanken” des Landes. Kritiker fürchten Datenmissbrauch auch für politische Zwecke, eine Art Fidesz-Stasi. Die Regierung wiegelt
natürlich ab: es geht nur um bessere Koordination. Doch etliche Fragen sind offen.
ZUM BEITRAG
Lichtgestalten
Ungarn intern oder: His Master´s Voice
Tag für Tag melden wir tröge Wirtschaftsdaten und politisch Deprimierendes
aus Ungarn. Das muss nicht sein. Mit ein bisschen gutem Willen und Freude an der Arbeit lässt sich der politische Alltag viel optimistischer meistern. Ja sogar Fakten kann
man meistern, wenn man dazu die richtigen Leute hat. Ungarn hat. Ein launiger Blick hinter die Kulissen des politischen Budapests am Beispiel zweier Lichtgestalten.
ZUM BEITRAG
Kein Essen, kein Licht
Polizei statt Demokratie: In Esztergom wächst die Wut
Machtspielchen der Fidesz-Fraktion führten in Esztergom dazu, dass Straßenbeleuchtung und
Schulessen eingestellt werden mussten. Polizeiverstärkungen rückten ein, um die Stadtverordneten vor wütenden Bürgern zu schützen. Die protestieren nicht nur gegen die
absurde Arroganz der Lokalpolitiker, sondern auch gegen die ad hoch-Übertragung städtischer Einrichtungen an den Zentralstaat.
ZUM BEITRAG
Absolutistischer Feinschliff
Aus der politischen Woche in Ungarn
Nachdem Personalien und Organe weitgehend gleichgeschaltet wurden, macht sich die
Orbán-Regierung nun an absolutistische Feinarbeiten. Dazu gehört u.a. die Quasi-Abschaffung von Referenden durch das Errichten unerreichbarer Quori und die Streichung von Geldern für die
Zivilgesellschaft. Auch der Aberwitz um das Budget 2012 geht weiter. Es ist längst Makkulatur, Gesetz wird es trotzdem. Außerdem vergibt der Lehnsherr großzügig
Latifundien an viehzüchtende Untertanen.
ZUM BEITRAG
Licht im Nebel
Perspektiven für einen Machtwechsel in Ungarn
Nach der Spaltung der Sozialistischen Partei (MSZP), eröffnen sich neue, wenn auch vage
Perspektiven für die kommende politische Landschaft in Ungarn. Regierungsnahe Blätter machen sich Sorgen, dass die Abspaltung der Partei der Demokratischen Koalition (DKP) mit
Ex-Premier und Erzfeind Ferenc Gyurcsány an der Spitze einem Masterplan folgt, an dessen Ende Ex-Premier Gordon Bajnai als einender Herausforderer für ein ”Olivenbündnis” stehen
könnte. Doch ganz so einfach ist es nicht.
ZUM BEITRAG
Für die Republik
Der Widerstand gegen die Regierung wächst
Zehntausende versammelten sich am Nationalfeiertag auf der Straße der
Pressefreiheit unter dem Schlachtruf:. „Nem tetszik a rendszer!“ (Das System gefällt mir nicht) Der Protest richtete sich gegen die antidemokratische Politik der Orbán-Regierung
wie gegen den Niedergang der politischen Kultur insgesamt. Von selbigem legten die Machthaber mit einer Mischung aus Arroganz, Zensur und Fracksausen ein eindrückliches
Zeugnis ab. Am Mittwoch wurde eine neue Partei ausgerufen und mit ihr viele neue Fragen.
ZUM BEITRAG
Gegen "Nazitheater"
Über tausend für das "Új Színház" und gegen die Ernennung von Neonazis zu
Theaterdirektoren - Dirigent Dohmányi boykottiert Konzerte in Ungarn aus politischen Gründen, Oper will ihn verklagen ZUM BEITRAG
Mächtig Ärger
Ungarn droht Serbien mit Veto gegen EU-Beitritt
Außenminister János Martonyi hat Serbien mit "ernsthaftem Ärger" gedroht, wenn die
Regierung in Belgrad das "moralisch, rechtlich und politisch unakzeptable" Restitutionsgesetz, welches die "ungarische Minderheit diskriminiert", nicht schnell ändert.
Tatsächlich enthält es einen Passus übelster Sippenhaftung, doch auch dem sonst umgänglichen Chefdiplomaten gingen die Pferde durch, was der Sache gar nicht hilft.
ZUM BEITRAG
Super-János
Mögliche Umbesetzungen bei Regierung in Ungarn - Fidesz-Fraktionschef bald Superminister?
Die Spekulationen um die Ablöse einzelner Minister der Orbán-Regierung, wegen
fachlicher Uneignung oder als PR-Maßnahme, schießen wieder einmal ins Kraut. Fidesz-Fraktionschef und Kraftmeier Lázár wird als Superminister gehandelt, ein Ex-OTP-Vorstand könnte
Nationalwirtschaftsminister Matolcsy ablösen, der gezielt als BAuernopfer aufgebaut wurde. Nur der schon immer als bald abgängig gesehene Außenminister wird noch alle überleben.
ZUM BEITRAG
"Es reicht!"
In Ungarn wurde eine neue "Solidarnosc" ausgerufen
Bei bestem Demowetter versammelten sich am Samstagnachmittag vor dem Parlament in
Budapest “nur” rund 10.000-15.000 Menschen, um gegen die Politik der Orbán-Regierung, gegen Entrechtung, Demokratieabbau und für eine "verlässliche
Zukunft" zu demonstrieren. Dem Bündnis aus über hundert Organisationen bleibt die gewünschte Mobilisierung noch versagt, doch die Signale, die vom Kossuth Platz ausgehen,
sind stark. Das zeigten auch die nervösen Diffamierungen aus dem Regierungslager.
ZUM BEITRAG
Studenten kündigen Protestaktionen an >>> Nationaler Gedenktag für Märtyrer von 1848/49 >>> Gericht verlangt
Öffnung von China-Verträgen >>> Gedenken an Giftschlammkatastrophe >>> 13 Mio. EUR Steuergelder
für Parteien >>> Budaházy nach 2 J. U-Haft in Hausarrest >>>
Integrationsshow
Ein "Expertenrat" soll die ungarische Romapolitik legitimieren
Im Parlament konstituierte sich am Montag der "Roma Koordinationsrat", der sich als
Expertengremium für die Implementierung und Begleitung neuer Gesetzesvorhaben die Situation der ungarischen Roma betreffend, versteht. Kritiker sehen in dem Rat ein
PR-Konstrukt der Regierung, das den neuen, zum Teil sehr streitbaren Maßnahmen zur "Integration" der Roma gesellschaftliche und internationale Legitimation verschaffen soll.
ZUM BEITRAG
Die Lüge vom Volkstribun
Unsoziale Umverteilung und Klientelpolitik in Ungarn - Kreditablösegesetz beschlossen / Analyse & Kommentar - UDPATE
Orbáns "Attacke auf die Banken" brachte ihm auch bei etlichen "Systemkritikern" im Westen
viel Jubel. "Endlich einer, der sich ums Volk kümmert", freute sich der wohlgenährte, tabloidbelesene Hausmeister. Doch die Zahlen und Fakten zeigen: Irrtum. Das "untere
Drittel", das in Ungarn eher die untere Hälfte genannt werden müsste, trägt die Lasten der Krise, in Ungarn noch mehr als anderswo. Die Politik der Orbán-Regierung könnte unsozialer
kaum sein, auch wenn sie das Gegenteil behauptet. Es geht nur um Macht, möglichst absolute Macht.
ZUM BEITRAG
Fehlende Aktionseinheit
Ungarns Gewerkschaften verfehlen auf getrennten Wegen das gemeinsame Ziel - ein Hintergrundbericht
Während die Gewerkschaftsdemo am Montag nicht einmal eine vollständige Menschenkette
ums Parlament hinbekam, ruft eine neue Aktionsgemeinschaft von über 70 Gruppen ab dem 29. September zum "D-Day" auf und will das halbe Land mit Protesten überziehen.
Derweil selektiert die Regierung sich ihre Gesprächspartner, die fallen prompt auf diesen Trick herein und pflegen alte Animositäten. Den Arbeitnehmern wird so niemand helfen.
ZUM BEITRAG
Aufklärung unerwünscht
Goliath gegen Dávid im UD-Spionagefall
Die Persönlichkeitrechte eines politisch "interessierten" Oligarchen und dunkler
Hintermänner sind wichtiger als der öffentliche Aufklärungsversuch einer Staatsaffäre. Bei den politischen Gegnern ist man hinsichtlich dieser Rechte nicht so
zimperlich. Hat man womöglich etwas zu verbergen? Diesen Schluss könnte man beim Urteil gegen Ex-MDF Chefin und Bespitzelungsopfer Ibolya Dávid ziehen. Diese
wird nun auch noch von ihrer eigenen ehemaligen Partei vor Gericht gezogen.
ZUM BEITRAG
Aufstand der Frustrierten
Ungarn steuert in einen "Heißen Herbst"
Die Geduld der Gewerkschaften mit der Regierung steht offenbar vor dem Ende.
Während zunächst nur ein gewerkschaftlicher Aktionstag für den 12. September in Budapest geplant war, verkündeten Gewerkschaftsführer und Bürgergruppen am
Donnerstag eine "ganze Serie von Streiks, Blockaden und anderen Protesten" ab dem 29. September, die "D-Day" genannt wird. Ungarn
kann sich auf einen heißen Herbst einstellen.
ZUM BEITRAG
Orbáns Lügenrede
WikiLeaks "enthüllt" die Verkommenheit der Politik in Ungarn
Die neue Serie von Telegrammen US-amerikanischer Diplomaten, die über WikiLeaks an die Öffentlichkeit gelangten,
bringen den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán in eine peinliche Situation und rücken ihn näher an seinen Vorgänger als ihm lieb sein dürfte. Alles nur Lug, Trug und
Größenwahn in der ungarischen Politik? Für diese Fesstellung hätte es WikiLeaks nicht mehr gebraucht. Auch ein neuer interner Spitzelskandal bewegt bzw. amüsiert die Öffentlichkeit.
ZUM BEITRAG
Verbissen
Ex-Regierungschefs von Ungarn wieder vor dem Staatsanwalt
Die ehemaligen ungarischen Regierungschefs, Ferenc Gyurcsány und Gordon Bajnai, wurden
in dieser Woche ein weiteres Mal von der Staatsanwaltschaft in der Sache der Grundstücke für das einst geplante King´s Casino am Velence See angehört. Sie sprechen
von einer “Farce”, die Regierenden haben sich in den Fall jedoch hoffnungslos verbissen.
ZUM BEITRAG
Die vorgetäuschte Revolution
Böses Erwachen: Orbáns Traum von Ungarn - von der Realität überholt
Die offiziellen Jubelchöre zum Nationalfeiertag klingen noch hohler als sonst. Ungarn hat
eigentlich nichts zu feiern, es ist erschöpft. Immer deutlicher wird, dass dem politischen Haudrauf Orbán die Zügel in der Wirtschaftspolitik entglitten sind, auch durch
Selbstüberschätzung und Fehlentscheidungen. Die meisten Ungarn haben heute weniger Geld als vor einem Jahr, der Arbeitsmarkt stagniert und die mittelständische Wirtschaft, die es
eigentlich reißen soll, bekommt durch den Staat neue Konkurrenz. Als Dank für diese Lage muss sich das Volk von der Regierung noch beschimpfen lassen. Die Zeit der Umkehr
wäre jetzt. - Leitartikel & Kommentar
ZUM BEITRAG
25. August 2011 GESELLSCHAFT
Das Brot der Nation
Präsident Schmitt im "ungarischen Rumänien” und weitere Nationalnachrichten
Der ungarische Präsident, Pál Schmitt, reiste diese Woche - unmittelbar nach dem
ungarischen Nationalfeiertag - nach Rumänien, besuchte Vertreter der Rumänienungarn in Siebenbürgen und machte sich selbst zum Programmpunkt der
"Ungarischen Tage", um eine Messe zur "Einheit der Nation" zu zelebrieren. Auch andere Ereignisse berichten von einem für europäische Gemüter kaum verständlichen
Paralleluniversum. Bericht & Kommentar
ZUM BEITRAG
Schuld und Bühne
Wie Fidesz drei Ex-Regierungschefs ins Gefängnis bringen will
Der Feldzug "im Namen des Volkes" der Regierungspartei Fidesz ist bisher nur mäßig
erfolgreich gewesen, die ganz großen Namen fehlen noch auf den Kolben der rauchenden Colts der konservativen Revolution. Um drei "sozialistische" Regierungschef hinter
Gefängnismauern zu bringen, will die Regierungspartei die dazu passenden Gesetze "kreiren" und rückwirkend anwenden. "Staatsschulden machen" würde dann zur
Straftat, - wenn das mal kein Eigentor wird.
ZUM BEITRAG
Who the fuck is...
Unerbetene Kritik aus Amerika
Wieder wagte ein Ausländer Zweifel an der Herrlichkeit der neuen ungarischen Epoche und
seiner Protagonisten zu äußern. Mittlerweile sind die Repliken auf solche auswärtigen Einlassungen von einer bemerkenswert verachtenden Routine geprägt, in Budapest
bringt das niemanden mehr aus der Ruhe. Zumal die Herkunft des Kritikers ihn schon selber richtet: er ist ein Demokrat.
ZUM BEITRAG
Schon wirkt das Gift...
Ein Hauch von Tosca: Neues vom Mediengesetz
Die ersten Hundertschaften des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurden gefeuert, das Parlament gab der
Medienbehörde noch ein Folterinstrument an die Hand, ein Regierungsbeamter greift frontal eine Zeitung an. Doch wirkt das Mediengesetz indirekt viel geräuschloser und
effizienter als durch den Hammer des Medienrates. Der Oper nächster Akt.
ZUM BEITRAG
Viktor, hilf!
Neues aus Absurdistan: Machtkampf im ungarischen Esztergom spitzt sich zu
Die Politposse in der nordungarischen Stadt Esztergom hat vergangene Woche einen neuen
Höhepunkt erreicht, als die unabhängige Bürgermeisterin Éva Tétényi Ministerpräsident Orbán um die Einsetzung eines Regierungskommissars zur Lösung der
Regierungs- und Verwaltungskrise in ihrer Stadt gebeten hatte. Dieser müssen nun seinen völlig durchgedrehten Parteigenossen ins Gewissen reden, damit die Stadt wieder funktionieren kann.
ZUM BEITRAG
Verwunderte Methodisten, entspannte Muslime
Das neue Kirchenrecht in Ungarn irritiert einige Religionsgemeinschaften
Vertreter der Muslime, der Buddhisten sowie der Methodisten in Ungarn fühlen sich durch
das am Montag erlassene neue Kirchengesetz zurückgestuft. Durch das neue "3-Klassen-System" wird den Religionsgemeinschaften die Anerkennung als
Kirche, mithin die höchste Priviligierung im staatlichen Kirchenrecht, zunächst versagt, sie müssen nun wieder einen Genehmigungsprozess durchlaufen, obwohl sie
schon seit Jahrzehnten, manche seit Jahrhunderten im Lande aktiv waren.
ZUM BEITRAG
Ungarn will Platz im UN-Sicherheitsrat >>> Opposition protestiert gegen neues Wahlgesetz >>> Spionagefall wird zur Staatsaffäre >>>
Große Töne bei Fidesz-Parteitag >>>
EP-Kritik an Verfassung `unberechtigt` >>>
Nationaler Gedenktag an Türkenschlacht >>>
Immer mehr Schulen gehen an Kirche >>>
Ex-Chef des Sicherheitsrates verhaftet >>> Slowenischer Premier entschuldigt sich >>> Massenentlassungen im öffentlichen Rundfunk >>> Polizei verhaftet 7 Fußballer und Schiedsrichter >>> Fidesz für Verkürzung der Sommerferien >>> Gewerkschaften kündigen Demos im Herbst an >>> Geteiltes Echo zur EU-Ratspräsidentschaft >>>
Weiteres Gezerre um MSZP-Referendum >>> Straßenblockaden in Ungarn Bahnstreik wegen Rechtsunsicherheit abgesagt >>>
Konflikt der Gewalten
Oberstes Gericht erteilt Regierung Lektion
Das Oberste Gericht von Ungarn hat die geplanten Veränderungen bei polizeilichen und
richterlichen Verfahren gegenüber Verdächtigen als Unrecht und "Verstoß gegen rechtsstaatliche Grundprinzipien" zurückgewiesen. Die Regierung ist offenbar
bereit und willens, den Rechtsstaat einzuschränken, um politische Ziele zu erreichen.
ZUM BEITRAG
Hart am Wind
Aktuelle Berichte aus der ungarischen Politik
Orbán verteidigt Demonstrationsverbot bei Besuch aus China: “nationales Interesse” -
"Ungarn stabilstes politisches System Europas" - 98%: EU-Ratspräsidentschaft "ein voller Erfolg" - Weitere Verstaatlichungen
angekündigt - Kritik: "Plan für Arbeit" = "Plan für Entrechtung" - Fidesz-nahe Verfassungsrichter eingesetzt - Tausende öffentlich Bedienstete ohne Begründung
gekündigt - Invalidenrentner werden auf Simulanten überprüft - MAL wird aus Staatsaufsicht entlassen
ZUM BEITRAG
Kardinalsfragen
Kritik an neuer Verfassung "ideologische Attacke auf Ungarn"
Nicht sehr überraschend hat Ungarn die Kritikpunkte der Venedig-Kommission zur ungarischen Verfassung harsch
zurückgewiesen, wohl auch, weil die Kommission der Regierungspartei haarklein all jene Sünden aufschlüsselte, die ohnehin im Raum stehen und die eines Tages auf sie
selbst zurückfallen werden. Doch diese Regierung verweigert jede Diskussion auf internationaler Ebene, auf nationaler sowieso.
ZUM BEITRAG
Ein Spielzeug für den Stellvertreter
“Nationalregister der Ungarn in der Welt” vor dem Start
Der ungarische Vizepremier und Chef des Fidesz-Alliierten KDNP, Zsolt Semjén, hat
eines seiner Lieblingsprojekte konkretisiert, die Schaffung eines "Nationalen Registers der Ungarn in der Welt". Die zentrale Datenbank soll den "Zusammenhalt der Ungarn, die
überall auf der Welt zerstreut sind, stärken" und die "Einheit der Nation demonstrieren". Kritiker halten das Projekt für völkischen Unsinn und eine womöglich gefährliche
PR-Maschine der Regierung.
ZUM BEITRAG
Die Wut der “Clowns”
Katerstimmung in Ungarn: Zehntausende protestieren gegen die Regierung + KOMMENTAR: “SARGNÄGEL DER DEMOKRATIE”
Es waren Feuerwehrleute und Polizisten, die mit den Protesten gegen notwendige, aber
ohne jede ernsthafte Konsultation mit den Betroffenen durchgeprügelte Reformen begannen. Am Donnerstag schlossen sich ihnen Kollegen fast aller Gewerkschaftsverbände an,
geschätzte 35.000 Menschen waren auf den Straßen von Budapest unterwegs und erklärten der Regierung, wo sie zu weit gegangen ist.
ZUM BEITRAG
Hornberger Schießen
MSZP-Parteitag: Ungarische "Sozialisten" vermeiden Entscheidungen
Der Sonderparteitag der MSPZ, am Wochenende in Budapest, hat aus Angst vor einer Spaltung, wiederum wichtige
Weichenstellungen vermieden. Der Machtkampf zwischen Ex-Premier Ferenc Gyurcsány und seiner Plattform "Demokratische Allianz" verdrängt inhaltliche
und personelle Erneuerungen weiter. Es werden Parolen der Einigkeit abgesetzt und man sonnt sich in minimal gestiegenen Umfragewerten.
ZUM BEITRAG
Von Wespen und Bienen
Ungarische “Sozialisten” vor der Spaltung
Die MSZP, hält am Samstag einen mit Spannung erwarteten Parteitag ab. Bei dem
Kongress entscheidet sich, ob die Partei eine Spaltung verkraften muss und Ex-Premier Ferenc Gyurcsány mit seiner Plattform eine neue Mitte-Links-Partei gründen wird. Die
Granden hinter dem führungsschwachen Parteichef Mesterházy beschwören aus schierer Angst um ihre Posten eine Einheit, die es längst nicht mehr gibt.
ZUM BEITRAG
Einfalt und Dreifaltigkeit
Ungarns neuer Kniefall vor dem Klerus
Noch vor der Sommerpause will die ungarische Regierung ein neues Kirchengesetz mit einem
"3-Klassen-System" ins Parlament einbringen, mit dem die Stellung der "anerkannten" Kirchen gestärkt wird. Klerikalisierung der
Gesellschaft und pseudochristliche Frömmelei von Politikern sind Teil des neuen Windes, der in Ungarn weht, dabei ist das Volk alles andere
als besonders religiös. Mehr "Nächstenliebe" und "Barmherzigkeit" haben freilich noch keinem geschadet.
ZUM BEITRAG
Stresstest im AKW Paks: ohne Stress, ohne Test >>> Minister gibt EHEC-Entwarnung für Ungarn >>> Parlamentspräsident kürzt Opposition Diäten >>> Ex-Präsident Ferenc Mádl verstorben >>>
Regierung löst Sozialpartnerschaft auf >>>
Die andere Mehrheit
Oppositionspartei stellt direkte Demokratie auf den Prüfstand
Die LMP startet eine Volksabstimmung zu Fragen von Arbeitnehmerrechten, Reformen
am Arbeitsmarkt und in der Rentenpolitik. Die Aktion ist eine Art Gegenreferendum zu den Vorlagen der Regierung und deren behauptetes Monopol auf "Volkswillen" und
"nationale Konsultation". Die Machthaber zeigten gerade wieder was sie vom Verfassungsgericht als demokratischer Korrekturinstanz halten.
ZUM BEITRAG
Vage Absichtserklärung für Romahilfe >>> Leiter des Holocaust-Museums entlassen >>> Polit-Chaos in Esztergom geht weiter >>>
Der Orbán der Linken
Ex-Premier Gyurcsány will die Opposition in Ungarn beherrschen
Die Spannungen im linken Lager, vor allem der MSZP verschärfen sich, alles läuft auf eine
Spaltung der Partei hinaus. Selbst Insider grübeln, ob es sich beim Gebahren Gyurcsánys um außer Kontrolle geratenen Idealismus oder chronische Machtsucht handelt. Dabei böten
die Regierungsparteien einer handlungsfähigen Opposition massenweise offene Flanken...
ZUM BEITRAG
Regierung will Wehrpflicht wieder einführen >>> Ungarn beklagt zwei Tote in Afghanistan >>> Volkszählung startet im Oktober. Datenschutz? >>> Kurzmeldungen: Gefasst, geflohen, gefeuert >>> Oberster Richter fürchtet um seinen Job >>> Anti-Abtreibungskampagne beleidigt Frauen >>> Beliebtheit der Regierungspolitiker sinkt >>> Teilerfolg: Überstunden werden nachgezahlt >>>
Unwürdig
Das Verfassungsgericht gibt Widerworte
- UPDATE - Der Verfassungsstreit um die 98%ige Besteuerung von Abfindungen im öffentlichen
Dienst geht weiter. Diesmal versuchte sich das teilentmachtete Höchstgericht über den Umweg der Menschenrechte Gehör zu verschaffen. Das beeindruckt die Regierungspartei wenig, “ungarische
Interessen” gehen vor. Betroffenen bleibt wohl nur noch der Gang nach Den Haag.
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Der Massenmörder und seine Erben
Der Prozess gegen Sándor Képíró
Er wird für den Tod Tausender Serben, Roma, Juden bei Massakern in der Vojvodina 1942
mitverantwortlich gemacht. Der Prozess bekommt eine aktuelle politische Dimension, mit einer Stiftung der Parlamentspartei Jobbik verteidigt die politische Kraft den "ungarischen
Gendarmen", die sein Erbe antreten will...
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Anlassgesetz
Ungenehmigte "Bürgerwehr" wird in Ungarn strafbar
Das Parlament verpasste dem Strafrecht eine Ergänzung um "Straftaten in Uniform", die das
"Erschrecken von Minderheiten" mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestrafen soll. Das in großer Eile durchgebrachte Anlassgesetz wird auch von der linken Opposition mitgetragen, ist
aber kaum geeignet Entwicklungen wie in Gyöngyöspata in Zukunft zu verhindern. Vielmehr ist es ein weiteres Beispiel für hilflosen Aktionismus.
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Die Unbelehrbaren
Gyöngyöspata und die "Zigeunerfrage" in Ungarn
Die Aufarbeitung der Vorkommnisse in Gyöngyöspata wird immer absurder. Der
Regierung geht es weniger um die Ursachen der Spannungen bzw. deren Beseitigung, sondern darum, "welche Kräfte daran Interesse haben, Ungarns Ruf im Ausland zu
schädigen". Realitätsververweigerung auf verschiedenen Seiten machen die Betroffenen zu politischen Spielbällen. Die EU gibt sich ahnungslos.
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Auferstanden?
Präsident unterzeichnete neue Verfassung
Am Ostermontag, Schlag Zwölf Uhr, hat der ungarische Präsident die in der Vorwoche von
der Regierungsfraktion beschlossene neue Verfassung für Ungarn unterzeichnet. Damit kann sie am 1. Januar 2012 in Kraft treten. Die Regierung schwelgt weiter in Eigenlob und
Kritikerhetze. Dabei ist die Befürchtung, Ungarn könnte in eine Diktatur abrutschen vollkommen falsch. Es ist viel schlimmer: alles könnte so bleiben wie es war.
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Vom Staatsdiener zum Staatssklaven
Aufruhr der Ordnungshüter: Feuerwehr und Polizei demonstrieren
Am Wochenende protestierten in Budapest über zehntausend Feuerwehrleute und andere
Sicherheitsorgane gegen sich stetig verschlechternde Arbeitsbedingungen. Während sich am Freitag erst einige Hundert Mitarbeiter der Feuerwehr vor dem Parlament
versammelten, waren es Samstag über 10.000 Tausend aus dem ganzen Land. Ihnen schlossen sich Polizisten und Zollmitarbeiter an. Auch die Lehrer hat man schon provoziert.
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Außenpolitisches Minenfeld
Chancen und Risiken eines neuen Wahlrechts für Ungarn
Nach der Verfassung, nimmt sich die Regierungspartei jetzt das Wahlrecht vor. Wie
schon lange gefordert und in den meisten europäischen Ländern üblich, wird auch Ungarn bald nur noch mit einem Wahlgang auskommen, die anzahl der Mandate wird fast
halbiert. Knackpunkt aber wird die Frage nach dem "gewünschten" Wahlrecht für Auslandsungarn. Hier sind so viele Fragen ungeklärt, dass selbst diese sonst forsche
Regierung mit einer endgültigen Antwort nicht herausrücken mag.
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Die Wut wächst
Zwei Großdemonstrationen gegen die neue Verfassung in Ungarn UPDATE
Gegen die neue Verfassung gingen am Freitagnachmittag deutlich über 5.000
Menschen auf die Straße. Das Publikum der Demonstration in der Alkotmány utca / Verfassungsstraße war breit gefächert, Studenten, Familien, Kinder, ältere
Eheepaare. Am Samstag kamen nochmals rund 3.000 in die Innenstadt, die Anhänger von Ex-Premier Gyurcsány, der im Kampf gegen die Regierung sein eigenes Süppchen kocht.
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Rettungsschirm der Solidarität
Tag der Hoffnung und des Zorns: 50.000 europäische Gewerkschafter demonstrierten in Budapest REPORTAGE
Dass sich die sechs ungarischen Gewerkschaftsbünde überhaupt einmal einig
wurden und dann auch noch so viele Menschen mobilisieren konnten, kann für die Arbeitervertreter als großer Erfolg gewertet werden. Was sie einigte, ist die Arroganz der
Politik, "die verächtlich auf die Gewerkschaften herabschaut." und massiv Arbeitnehmerrechte beschneidet. Der Pester Lloyd begleitete einige der Organisatoren vom
Heldenplatz zum Oktogon.
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Lehrer entsetzt über geforderte Mehrarbeit >>> Polizisten protestieren gegen Regierung >>> "Bürgerwehren" marschieren trotz Verbot >>> Romamorde: Angeklagter wollte polit. Umsturz >>> Wieder Spesenmissbrauch durch Parlamentarier >>>
Konstitutionelle Selbstgespräche
Fortsetzung der Scheindebatte zur neuen ungarischen Verfassung
In einer Art Selbstgespräch der Regierungsfraktion, nur gestört vom sporadischen Bellen Jobbiks, ziehen
Fidesz-KDNP ihre plumpe Inszenierung demokratischer Willensfindung durch. 100 Änderungsanträge, zumeist aus den eigenen Reihen, werden "diskutiert", geichzeitig wird
die Regierungsmitwirkung auch für den Fall eines Mehrheitsverlustes festgeschrieben. Sozialisten und LMP rufen zu Demonstrationen auf.
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Am Scheideweg
Europäische Grüne trafen sich in Budapest
Die Welt nach Fukushima - das war das zentrale Thema der europäischen Grünen, die
sich zu einem Treffen ihrer Fraktion im EU-Parlament am Wochenende in Budapest eingefunden haben. Doch auch die Entwicklungen in Ungarn kamen bei dem Treffen zur Sprache, Daniel Cohn-Bendit
wandte sich in einer persönlichen Ansprache direkt an Viktor Orbán...
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Halbzeit ohne Pause
Eigensinnige Zwischenbilanz der EU-Ratspräsidentschaft von Ungarn
"Schluss mit dem postindustriellen Blabla", so interpretiert der ungarische Ministerpräsident
Viktor Orbán kurz und bündig die Ergebnisse des letztwöchigen EU-Ratsgipfels in seinem Sinne. Geht es nach ihm, ist Ungarn bis 2020 weder beim Euro dabei, noch interessiert man
sich für harmonisierte Steuerpolitik. Hinsichtlich Libyen geht der Eiertanz weiter, Japan wird nichts an der Atompolitik ändern, man hofft nur, dass bis Juni nicht noch mehr
böse Überraschungen kommen.
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MSZP rückt Präsident in Stasi-Nähe >>> Demo gegen Rassismus in Budapest >>> Fidesz will Doppelmandate abschaffen >>> Ungarischer Präsident Schmitt in Polen >>> Minister soll staatl. Hoheit wiederherstellen >>> Doch kein Sonderwahlrecht für Familien? >>>
“
Toleranz erfordert Wissen“
Muslime und Islamfeindlichkeit in Ungarn
Ungarn, das zeigt der Entwurf der Präambel zur Verfassung deutlich, durchläuft gerade
eine Art neue Christianisierung. Im Gespräch mit Zoltán Sulok, dem Präsidenten der „Organisation der Muslime in Ungarn“ wollen wir mehr über Weltsicht, Lage und
Perspektiven der Muslime in Ungarn erfahren. Er sagt, dass der Antisemitismus derzeit das größere Problem für das Land ist....
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Machtergreifung
Neonazis übernehmen Polizeigewalt in Ungarn
Es ist "nur" ein Ort, ein kleiner dazu und die Überschrift sollte auch absichtlich erschrecken.
Doch in Gyöngyöspata haben tatsächlich Neofaschisten die Macht in Form der Polizeigewalt an sich gerissen und terrorisieren seit mehreren Wochen die dort lebenden
Roma, weil diese "die Ungarn terrorisieren". Der Bürgermeister hat sie gerufen, Einwohner spenden Kost und Logis, der Staat lässt gewähren. Ist das die neue Roma-Strategie?
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„Ich wünsche euch ein Leben ohne Angst“
Ungarische Zeitzeugin berichtet in Deutscher Schule Budapest vom Holocaust
Éva Pusztai, die 1944 als Achtzehnjährige von Debrecen nach Auschwitz deportiert worden
war, erzählte SchülerInnen der 9. und 10. Klassen von ihrem Leben und Leiden vor, während und nach dem Holocaust. Zwei berührende Geschichtsstunden, die geradezu
nach einer Fortsetzung und Vertiefung mit dem Blick aufs Heute rufen.
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Machiavellis Albtraum
Orbán erklärt, was Europa von Libyen wirklich hält
Das christliche Europa hat im muslimischen Nordafrika nichts verloren und der Schutz der
EU vor Flüchtlingen ist wichtiger als der Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen. Orbáns Sicht spiegelt den Unwillen der meisten Regierungschefs, sich für eine vage
Demokratiebewegung, die möglicherweise im Islamismus endet, auf ein militärisches "Abenteuer" einzulassen - auch wenn die EU offiziell anderes erklärt...
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Ausgelagert
"Europäischen Romastrategie" und eigene Verantwortung
Ein aktuelles Papier: "Europas Verantwortung als Chance für die Roma" von EU-Kommissar
Andor und Staatssekretär Balog, enthält eine Reihe von klugen Einschätzungen und auch den Ansatz selbstkritischer Reflektion. Es soll die EU weiter aufrütteln, sich ernsthaft einer
gemeinsamen Romastrategie zuzuwenden, da die weitere Vernachlässigung dieser ethnischen Minderheit allen schadet. Etliche Punkte sind aber Beschönigungen und schwere
Fehleinschätzungen. Die eigenen Versäumnisse werden an die EU delegiert. Eine kritische Analyse.
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Schulden und Schuldige
Orbán und Facebook: Ankündigungen von der digitalen Kanzel
Knapp 80.000 Fans folgen Orbán auf dessen Facebook-Profil, Angela Merkel nur 73.200,
obwohl ihr Land achtmal mehr Einwohner zählt. Der ungarische Premier nutzt das Internet schon lange gezielt für die "Zielgruppenpenetration", um politische
Testballons steigen zu lassen und seine Fans bei der Stange zu halten. Die nehmen ihm diese konstruierte Volksnähe glatt ab. Inhaltlich geschieht nicht viel anderes als im
richtigen Leben: Staatsbesuche, Fotos mit Kindern, Sozi-Bashing und Ungarn retten...
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Racheengel im Namen des Volkes?
Gyula B. jagt Dr. Phil.: Orbáns Sonderermittler auf Sozialistenjagd
Die "Zeit der Abrechnung" in Ungarn braucht auch einen "Abrechnungsbeauftragten". So
heißt, leicht verkürzt, der von Premier Orbán persönlich zum Sonderermittler ernannte Parteifreund, der Fälle von Korruption und Amtsmissbrauch der Vorgängerregierung
aufklären, sie aber vor allem in der Öffentlichkeit breittreten soll. Wird ein System der Korruption durch ein System politischer Willkür abgelöst?
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Keine Kündigung ohne Begründung
Verfassungsgericht kippt wieder ein Fidesz-Gesetz
Das ungarische Verfassungsgericht hat ein Gesetz gekippt, das die Entlassung von
Angestellten im öffentlichen Dienst ohne die Angabe von Kündigungsgründen ermöglicht. Dies ist das zweite Gesetz der seit Mai letzten Jahres im Amt befindlichen Fidesz-Regierung,
das von den Verfassungsrichtern anulliert worden ist. Beim ersten Mal kastrierte man das Verfassungsgericht daraufhin, was jetzt passiert, ist noch offen.
ZUM BEITRAG
Ex-Staatssekretärin + Ex-Diplomat verhaftet >>> Mehr Stimmen für Eltern bei Wahlen >>> Fidesz "bittet" zur Verfassungsdebatte >>> Behörde will Einblick in private Rentenkonten >>> Giftschlammwerk: neues Leck entdeckt >>> Rücktritt bei ungarischer Medienaufsicht >>> Änderung an slowakischem Sprachengesetz >>> Ungarn unterstützt Ukraine bei EU >>>
Die gekrönte Republik
Ungarn auf dem Weg zur neuen Verfassung
Während Sozialisten, LMP und Gewerkschaften deutliche Kritik am Entwurf zur neuen
Verfassung äußern, versucht die Regierungspartei ihn als bürgerfreundlich und zukunftsweisend darzustellen. Zwar könnten sich Fidesz-KDNP eine Verfassungsdebatte
ersparen und das Grundgesetz des Landes auch ohne Oppositionszustimmung durchprügeln, aber einen solchen Lärm wir beim Mediengesetz will man bei der für Ostern
(Auferstehung) zu verabschiedenden Verfassung tunlichst vermeiden...
ZUM BEITRAG
Scheingefecht
Ungarische Regierung fegt EU-Bedenken am Mediengesetz hinweg
Justizminister Navracsics wies die Fragen und Zweifel der Europäischen Kommission zur
Rechtmäßigkeit des neuen Mediengesetzes mit der Begründung zurück, dass keiner der in dem Brief benannten Kritikpunkte im Widerspruch zu geltendem EU-Recht stehe.
Die von der EU-Kommission überbrachte Einladung zur Detailkritik nahm man in Budapest dankend an, weil das Grundproblem nicht berührt wurde. - Dokumente im Wortlaut
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Gesellenprüfungen
Anhörungen im EU-Parlament zur ungarischen Ratspräsidentschaft
Anfang der Woche fanden in Brüssel zwölf Anhörungen ungarischer Minister und
Staatssekretäre in Fachausschüssen des Europäischen Parlamentes statt. Dabei sollten europäische Leitthemen mit Forderungen der Parlamentarier und den ungarischen
Prioritäten harmonisiert werden. Das geschah mit ganz unterschiedlichem Elan und Erfolg. Immer wieder kamen EU-Abgeordnete auf die ungarische Innenpolitik zu sprechen und
brachten die Befragten zum Teil in die Situation von Angeklagten.
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Showdown in Straßburg
Ungarns Ministerpräsident im Kreuzfeuer des Europäischen Parlamentes
Am Mittwoch präsentierte Ministerpräsident Orbán vor dem EU-Parlament in Straßburg die
Schwerpunkte der Ratspräsidentschaft. Sie trafen auf breite Zustimmung. Dann folgte der erwartete Schlagabtausch über das Mediengesetz, Orbán spürte hier einen
ungekannten Gegenwind. Das erste Mal war zu erleben, wie dem gerühmten Rhetoriker die Argumente ausgingen und er nur noch heiser “Beleidigung” schrie.
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Regierung legt sich auf Atomkraft fest >>> Vize-Staatssekretär für Kultur tritt zurück >>> Präsident zu Besuch in London >>> Andrew Vajna soll Filmindustrie neu regeln >>> Staat finanziert Kodály Zentrum >>>
Freundliche Übertreibungen
Ungarns Präsident Schmitt in der Slowakei
Am Donnerstag stattete der ungarische Staatspräsident, Pál Schmitt, dem
Nachbarland Slowakei einen offiziellen Besuch ab. Wie schon die Visite des Ministerpräsidenten Orbán zuvor, diente das Treffen mit Amtskollegen Ivan Gasparovic der
Normalisierung der schwer gestörten Beziehungen beider Länder. Man redet wieder miteinander, in einigen grundsätzlichen Problemfeldern konnte und wollte man sich jedoch nicht einigen.
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Für Freiheit und Vielfalt
10.000 bei Demonstration gegen das Mediengesetz in Budapest
Am Freitagabend fand in Budapest eine Demonstration gegen das neue ungarische
Mediengesetz und gegen Demokratieabbau statt. Es ist die erste nennenswerte Protestkundgebung seit der Verabschiedung des vor allem im Ausland stark umstrittenen
Gesetzes vor drei Wochen. Die Protestierer stellten klare Forderungen. Kleinere Demos auch in Pécs und Wien.
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"Da müssen wir durch..."
Weitere Debatten zum Mediengesetz in Ungarn, Demo am 14.1. UPDATE
Der Schlagabtausch auf medialer wie diplomatischer Ebene geht weiter und mutiert
zum Rollenspiel. Während sich Premier Orbán und Außenminister Martonyi im Ausland den Anschein von Kooperationsbereitschaft geben, wird eine Sachdebatte weiter verweigert.
Stereotype und die Diffamierung von Kritikern bleiben die Hauptwerkzeuge der Regierungstreuen.
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Ungeklärte Schuldfrage
Die Entschädigung von Opfern der Giftschlammkatastrophe verzögert sich
Die Opfer der Giftschlammkatastrophe von Kolontár und Devecser müssen weiter auf eine
endgültige Entschädigungsregelung warten. Zwar flossen einige Gelder, doch die juristisch noch nicht geklärte Schuldfrage verhindert eine einheitliche und klare Lösung. Der Staat
bemüht sich, die drängendsten Sorgen mit Vorauszahlungen zu lindern, hemmt aber durch seine Vorgriffe und Präjudizien auch.
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Auf großer Bühne
EU-Ratspräsidentschaft: Ungarn unter verschärfter Beobachtung
Die EU-Ratspräsidentschaft Ungarns hat begonnen und gleich zu Anfang zeigen sich
eindrucksvoll beide Masken des Spektakels. Nach außen geben sich die Protagonisten staatstragend, fast sanft und sehr europäisch. Man will, so erklärt man, die Gemeinschaft
stark machen. Nach innen aber bleibt man genauso despotisch und kleinkariert wie das ganze letzte halbe Jahr. Ob man will oder nicht, Europa interessiert sich nun jedenfalls
viel mehr für Ungarn als zuvor.
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Die Populismus-Spirale
Andauernde Spannungen zwischen Ungarn und der Slowakei
Ungarn hat sich die Stärkung der Rechte ethnischer Minderheiten auf die Fahne seiner
EU-Ratspräsidentschaft geheftet, meint damit aber vor allem jene außerhalb der eigenen Grenzen. In der Slowakei instrumentalisiert Budapest die “Landsleute” weiter ungeniert
für eigene Interessen und untergräbt die Bemühungen um besserere Nachbarschaft.
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